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Angela Merkel will sich mehr mit der Reformation beschäftigen.

Kanzlerin will Ausstellungen besuchen

Pfarrerstochter Merkel will mehr über die Reformation lesen

Berlin - Vor den Feiern zum 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag will sich Kanzlerin Angela Merkel eingehender mit der Reformation auseinandersetzen und einzelne Wissenslücken füllen.

„Ich werde versuchen, mich auch noch einmal ein wenig intensiver mit der Reformation zu beschäftigen. Obwohl ich aus einem evangelischen Pfarrhaus stamme, gibt es immer wieder neue Einsichten“, sagte die CDU-Vorsitzende am Samstag in ihrem wöchentlichen Podcast. Merkels 2011 gestorbener Vater Horst Kasner war evangelischer Theologe und Pfarrer in der DDR.

Merkel plant, sich wenigstens eine oder zwei große Reformationsausstellungen anzuschauen, wie die 62-Jährige sagte. „Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mir immer bewusster wird, dass das Verständnis für die eigene Geschichte und für die eigene Kultur eine unabdingbare Voraussetzung dafür ist, auch in Zeiten der Globalisierung darzustellen: Wo stehen wir, woher kommen unsere Werte und unsere Überzeugungen? Und deshalb versuche ich schon, immer noch etwas sozusagen hinzuzulernen und auch zu genießen.“

Der 31. Oktober 1517 gilt als Beginn der Reformation. An diesem Tag veröffentlichte der Augustinermönch und Theologe Luther 95 Lehrsätze zu den Themen Buße und Ablass. Dieser Protest bedrohte nicht nur das Finanzierungssystem der Kirche, sondern auch weltlicher Herrscher, die vom Ablasshandel profitierten. Sowohl der Papst als auch der Kaiser versuchten Luther kleinzukriegen, aber seine Lehren fanden immer mehr Anhänger, so dass sich schließlich die evangelische Kirche von der katholischen abspaltete.

dpa

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