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Pflegeeinrichtungen: Personal oft weiblich und arbeitet in Teilzeit

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Pflegeeinrichtungen: Personal oft weiblich und arbeitet in Teilzeit © imago stock

In den Pflegeeinrichtungen in Deutschland waren im Jahr 2019 größtenteils Frauen und viele Teilzeitbeschäftigte tätig

Wiesbaden - Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte, arbeiteten von den 954 000 Pflege- und Betreuungskräften in Heimen oder bei ambulanten Diensten rund 616 000 in Teilzeit. Das entspricht einem Anteil von 65 Prozent. Der Frauenanteil lag den Angaben zufolge bei 85 Prozent. Zum weitaus größten Teil handelt es sich um Einrichtungen der Altenpflege. Der zunehmende Bedarf an Pflege und Betreuung in einer alternden Gesellschaft wird auch am Personalzuwachs deutlich. Während im Jahr 2009 noch 679 000 ambulante und stationäre Pflegekräfte tätig wären, waren es zehn Jahre später dann rund 954 000, das entspricht einem Anstieg von 40 Prozent. Besonders bei den ambulanten Pflegediensten stiegen die Zahlen: Laut den Angaben wurde dort seit 2009 ein Beschäftigungszuwachs von 61 Prozent verzeichnet, im stationären Bereich waren es 30 Prozent.

Um mehr Menschen für Pflegeberufe zu gewinnen, war die Ausbildung zuletzt reformiert worden: So wurden im neuen Ausbildungsgang die bis dahin getrennten Ausbildungen aus Kranken- und Altenpflege zum Teil zusammengeführt. Zum Jahresende 2020 begannen insgesamt 53 610 Frauen und Männer eine solche Ausbildung. Der Pflegeberuf werde nicht nur von jungen Menschen gewählt, erklärten die Statistiker. 11 Prozent waren bei Ausbildungsbeginn zwischen 30 und 39 Jahre alt, 6 Prozent waren 40 Jahre oder älter.

Um den gestiegenen Bedarf an Pflegekräften zu decken, wird auch auf ausländisches Personal gesetzt. So wurden den Angaben zufolge im Jahr 2020 rund 17 500 im Ausland erworbene Abschlüsse in der Alten- und Krankenpflege anerkannt. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einreisebeschränkungen hatten die Zuwanderung von Fachkräften jedoch zuletzt beschränkte, wie es hieß. (dpa)

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