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Philipp Rösler

Arbeit mit Union fortsetzen

Rösler: Ampelkoalition "völlig ausgeschlossen"

Berlin - Klare Absage an eine Ampelkoalition: Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler hat einem Bündnis mit SPD und Grünen nach der Bundestagswahl im Herbst eine Abfuhr erteilt.

Knapp drei Monate vor der Bundestagswahl hat Unions-Fraktionschef Volker Kauder das Schreckgespenst einer rot-rot-grünen Koalition an die Wand gemalt. „Ich glaube, dass die SPD ein wie immer geartetes Bündnis mit den Grünen und den Linken eingehen würde, falls es dafür reichen sollte“, sagte der CDU-Politiker der „Neuen Westfälischen“ (Samstag). SPD und Grüne haben mehrfach erklärt, dass sie ein Bündnis mit der Linkspartei ablehnen.

Zwar glaubten manche, dass es nach dem 22. September wieder zu einer große Koalition kommen werde, führte Kauder weiter aus. Nach seiner Überzeugung gebe es aber „ganz andere Gedankenspiele“ in der SPD. „Wer Rot-Rot-Grün im Bund verhindern will, muss die Union und Angela Merkel wählen“, forderte er als Fazit seiner Überlegungen.

Der FDP-Vorsitzende Philipp Rösler wies eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen weit von sich. Das sei „völlig ausgeschlossen“, sagte er der „Welt am Sonntag“. „Wir wollen die Koalition mit der Union fortsetzen, damit Deutschland stark bleibt“, sagte der Bundeswirtschaftsminister. Schwarz-Gelb sei „ein Anker der Stabilität und Solidität“.

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

Der Parlamentsgeschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, erklärte zu den Äußerungen: „Diesen Sommer kämpft Rot-Grün gegen Schwarz-Gelb. Alles andere sind Phantomdiskussionen. Die SPD wird sich davon nicht von dem Wahlkampf für Rot-Grün ablenken lassen.“

dpa

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