+
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat in seinem Land das Kriegsrecht verhängt. Foto: Pavel Golovkin

Hilfe aus Russland?

Duterte droht mit Ausweitung des Kriegsrechts

Islamistische Rebellen verbreiten Angst und Schrecken in einer Großstadt im Süden der Philippinen. Präsident Duterte verhängt deshalb das Kriegsrecht und kündigt an, es "brutal" durchzusetzen. Hilfe soll aus Russland kommen.

Manila (dpa) - Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat mit der Ausweitung des Kriegsrechts auf das ganze Land gedroht. Falls sich der Terrorismus vom Süden weiter ausweite, könnte das Kriegsrecht über die Region Mindanao hinaus auch im Rest des Landes in Kraft gesetzt werden.

Das sagte Duterte nach seiner vorzeitigen Rückkehr von einer Russland-Reise in der Hauptstadt Manila. "Ich könnte das Kriegsrecht für das ganze Land erklären, um die Leute zu schützen."

Der Präsident des südostasiatischen Inselstaats hatte am Dienstagabend zunächst für 60 Tage das Kriegsrecht über Mindanao verhängt. Damit reagierte er auf den Vormarsch von islamistischen Rebellen in Marawi, einer Stadt mit mehr als 200 000 Einwohnern im Süden des Landes. Die etwa 100 bewaffneten Männer sollen dort auch mehrere Geiseln genommen haben. Duterte brach wegen der Krise einen Besuch in Moskau ab und kehrte zurück.

Nach Angaben der örtlichen Behörden sind inzwischen mehrere Tausend Menschen aus Marawi auf der Flucht. Der stellvertretende Gouverneur der Provinz Lanao del Sur, Mamintal Adiong, sprach von einem "Massen-Exodus". Die Menschen seien mit Autos, Motorrädern, Booten und auch zu Fuß unterwegs in die nächstgelegene Stadt Iligan, etwa 40 Kilometer entfernt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump will Schnellschuss-Vorrichtungen verbieten lassen
Der Protest gegen die laschen Waffengesetze in den USA wächst. Auch vor dem Weißen Haus machen Jugendliche ihrem Unmut Luft - und Promis unterstützen sie. Donald Trump …
Trump will Schnellschuss-Vorrichtungen verbieten lassen
Magazin: Weiteres Nazi-Liederbuch in Burschenschaft entdeckt
Wien (dpa) - In Österreich ist nach Darstellung des Magazins "Falter" ein weiteres antisemitisches Liederbuch in einer von einem FPÖ-Funktionär geleiteten Burschenschaft …
Magazin: Weiteres Nazi-Liederbuch in Burschenschaft entdeckt
Neuer Abschiebeflug von München nach Kabul - die meisten Ausgewiesenen kamen aus Bayern
Mit einem weiteren Abschiebeflug sind am Dienstagabend 14 abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan in die Heimat zurückgebracht worden.
Neuer Abschiebeflug von München nach Kabul - die meisten Ausgewiesenen kamen aus Bayern
Nach Angriff von Türkei auf Syrien: Bundesregierung fordert sofortigen Stopp
Seit sieben Jahren tobt in Syrien ein blutiger Bürgerkrieg. Ein Ende ist nicht abzusehen. Kommt es jetzt auch noch zu einem bewaffneten Konflikt zwischen der Türkei und …
Nach Angriff von Türkei auf Syrien: Bundesregierung fordert sofortigen Stopp

Kommentare