+
Die Piratenpartei ist laut ihrem Chef Bernd Schlömer ausgebrannt, ihr scheidender Politischer Geschäftsführer Johannes Ponader spricht ebenfalls von einem Burnout.

"Keine Kraft für Wahlkampf"

Piraten-Chef: Selbstdiagnose Partei-Burnout

Berlin - Vor ihrem Bundesparteitag steckt die Piratenpartei angesichts schlechter Umfragewerte und anhaltender Personalquerelen im Stimmungstief.

Uns fehlt die Kraft und die Motivation für den Wahlkampf“, sagte Parteichef Bernd Schlömer der „taz.am wochenende“. Der scheidende Politische Geschäftsführer Johannes Ponader machte auch die Kommunikationsform der Piraten dafür verantwortlich, dass sie es zum Beispiel nicht geschafft hätten, das Thema Arbeit erfolgreich zu besetzen.

Wir hätten uns in der Partei auf diese Hartz-IV-Debatte vorbereiten müssen, wir hätten besser kommunizieren müssen, nicht immer über Twitter“, sagte Ponader dem Blatt. Seine Parteikollegen machen dagegen auch Ponader selbst für die Schwierigkeiten verantwortlich. „Johannes hat uns unglaublich geschadet“, sagte der bayerische Piratenchef Stefan Körner der „taz.am wochenende“. Schlömer erklärte: „Wir Piraten haben ihm nichts zu verdanken.“

Die Piratenpartei trifft sich vom 10. bis zum 12. Mai zu ihrem Bundesparteitag in Neumarkt in der Oberpfalz. Ponader war in den vergangenen Wochen wegen seiner Alleingänge immer stärker in die Kritik geraten. Zuletzt hatten ihm bei einer Abstimmung die Hälfte der Mitglieder die Note 6 gegeben. Daraufhin hatte er sein Amt zur Verfügung gestellt. Auf dem Parteitag in Neumarkt soll ein Nachfolger gewählt werden.

„Vielleicht war ich zu blauäugig, vielleicht habe ich Fehler gemacht“, sagte Ponader selbst. Er fühle sich ausgebrannt. „Jetzt mache ich erst mal Urlaub. Aus der Partei zurückziehen werde ich mich aber nicht.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

CNN berichtet: Motiv für Attentat war Nahost-Konflikt
Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es nach Angaben der Polizei eine Explosion in der Nähe des Busbahnhofs „Port Authority“ gegeben.
CNN berichtet: Motiv für Attentat war Nahost-Konflikt
Trump will Fundament für Mars-Mission legen
Donald Trump hat große Ziele: Langfristig sollen Astronauten auf dem Mars landen und forschen. Vorher aber soll ein anderer Himmelskörper Besuch von Menschen bekommen.
Trump will Fundament für Mars-Mission legen
Auslandseinsätze der Bundeswehr und Glyphosat im Bundestag
Was macht die noch geschäftsführende "alte" GroKo mit dem großen Streitthema Glyphosat, wenn schon am Mittwoch Gespräche über eine neue große Koalition beginnen …
Auslandseinsätze der Bundeswehr und Glyphosat im Bundestag
Pleite für Trump: US-Militär muss Transgender vom 1. Januar an aufnehmen
Trump wollte Transgender die Aufnahme ins Militär verbieten. Doch nun entschied ein Gericht: Ab 1. Januar dürfen sie sich verpflichten. Das Weiße Haus will nun andere …
Pleite für Trump: US-Militär muss Transgender vom 1. Januar an aufnehmen

Kommentare