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Bei einer Wahlkampfveranstaltung der CDU in Dresden ließen die Piraten eine Drohne wenige Meter neben Kanzlerin Angela Merkel abstürzen.

Botschaft an die Kanzlerin

Piraten ließen Drohne neben Merkel abstürzen

Berlin/Dresden - Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Sonntag in Dresden stürzte eine Kamera-Drohne wenige Meter neben Kanzlerin Angela Merkel ab. Nun hat sich die Piratenpartei zu der Aktion bekannt.

Die Piratenpartei steckt hinter der Minidrohne, die bei einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Dresden über Bundeskanzlerin Angela Merkel schwebte und nur wenige Meter von ihr entfernt abstürzte. „Ziel des Einsatzes war, der Kanzlerin und Verteidigungsminister (Thomas) de Maizière ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie es ist, plötzlich selbst von einer Drohne beobachtet zu werden“, teilte der stellvertretende Vorsitzende der Piratenpartei Deutschland, Markus Barenhoff, am Montag in Berlin mit. Die CDU in Sachsen zeigte sich von der Aktion empört. Rechtliche Schritte würden aber nicht eingeleitet.

Der Generalsekretär der sächsischen CDU, Michael Kretschmer, bezeichnete die Piratenpartei als Klamauktruppe. „Die Piraten liefern ständig den Beweis dafür, dass sie nicht an ernsthafter Politik interessiert, sondern eine Klamauktruppe sind“, erklärte er am Montag. „Sie haben sich ins politische Abseits manövriert.“

Regierungssprecher Steffen Seibert wollte den Vorfall nicht bewerten. „Das war ein Vorkommnis bei einer Wahlkampfveranstaltung. Insofern betrifft das nicht Regierungshandeln“, sagte er in Berlin. „Dass so etwas aufgeklärt werden muss, versteht sich von selbst.“ Merkel vertraue darauf, „dass für ihre Sicherheit das Notwendige getan ist“.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, das Bundeskriminalamt (BKA) habe den Vorfall zur Kenntnis genommen und werde seine Schlüsse ziehen. Das BKA ist für den Schutz der Kanzlerin zuständig, wollte sich selbst auf Anfrage aber nicht näher äußern.

Gesteuert hatte die Drohne ein 23-jähriger Dresdner. Das Piratenpartei-Mitglied, das namentlich nicht genannt werden wollte, sagte: „Nachdem ich von der Polizei dazu gezwungen wurde, leitete ich eine Sicherheitslandung im Bereich vor der Bühne ein, um niemanden zu gefährden, woraus das etwas unsanfte Aufsetzen der Drohne resultierte.“

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Der 23-Jährige war am Sonntag zunächst festgenommen worden, aber rasch wieder auf freien Fuß gekommen. Sicherheitsexperten hatten die Drohne untersucht und als völlig ungefährlich bezeichnet.“

dpa

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