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Stefan Körner, Vorsitzender der Piratenpartei in Bayern.

"Nach wie vor sehr gute Chancen"

Piraten wollen in den Landtag

München - Die Piratenpartei in Bayern hofft ungeachtet niedriger Umfragewerte weiter auf den Einzug in den Landtag - der Landesvorsitzende rechnet sich sogar sehr gute Chancen aus.

„Ich denke, dass wir nach wie vor sehr gute Chancen haben“, sagte der bayerische Landesvorsitzende Stefan Körner am Freitag.

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Körner nannte vier Gründe für seinen Optimismus: die Unzuverlässigkeit der Umfragen, die Motivation der Basis, das Ausbleiben eines Lagerwahlkampfs in Bayern und Verärgerung der Wähler über die etablierten Parteien.

In den Umfragen ist die Partei inzwischen wieder unter die Fünf-Prozent-Hürde gerutscht. Schlagzeilen machten in den vergangenen Tagen die Parteiaustritte der Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg und Brandenburg. Zudem leiden die Piraten nach den von der Partei im Internet veröffentlichten Zahlen an einem dramatischen Schwund zahlender Mitglieder. Derzeit haben die bayerischen Piraten demnach 6835 Mitglieder - 2500 mehr als Ende 2011. Davon zahlten aber nur noch 470 Beiträge. Vor 14 Monaten hatten noch 2126 bayerische Piraten ihren Obolus entrichtet.

Körner will sich nicht entmutigen lassen. „Am Beispiel der FDP hat man gesehen, dass Umfrageergebnisse von drei Prozent unzuverlässig sind“, sagte er. Die FDP sei vor den Landtagswahlen in Niedersachsen und anderen Bundesländern immer tief eingeschätzt worden, habe dann aber die Fünf-Prozent-Hürde sehr klar übertroffen. Zweitens seien Umfragewerte zwischen drei und vier Prozent für die Basis eher Ansporn als Frustration: Die Piraten wüssten, dass Wahlen keine Selbstläufer seine. „Das ist deutlich besser für die Motivation als Umfragewerte zwischen sieben und zehn Prozent.“

dpa

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