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Christopher Lauer, Fraktionschef der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus

Klarstellung wegen Gerüchteküche

Vetternwirtschaft? Pirat Lauer bezieht Stellung

Berlin - Die Gerüchteküche brodelte. So sieht es zumindest Piraten-Chef Lauer, der sich durch die Vorwürfe der Vetternwirtschaft gegen seine Person nun gezwungen sah, sich zu verteidigen. 

Christopher Lauer, Fraktionschef der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus, hat den Vorwurf der Vetternwirtschaft zurückgewiesen. Die Mutter seiner Freundin habe zwar tatsächlich eine Stelle als Pressesprecherin der Fraktion, sagte Lauer am Freitagabend bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Er habe seine Freundin aber erst im Dezember 2012 kennengelernt, als die Einstellung der Mutter schon seit Monaten beschlossen gewesen sei.

Lauer sagte, er habe sich zu dieser Klarstellung gezwungen gesehen, weil offenbar aus der Fraktion heraus Gerüchte über ihn verbreitet worden seien. Er sehe sich für die Wahl des Fraktionsvorstandes am 11. Juni diskreditiert. Am Dienstag sollen die Vorwürfe in einer Fraktionssitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit besprochen werden. Bisher waren die Piraten immer für größtmögliche Offenheit eingetreten.

Nach Angaben des Vorstandes steht die Mutter von Lauers Freundin seit Oktober 2012 als Pressereferentin unter Vertrag - befristet bis Ende 2013. Im April dieses Jahres habe der Vorstand dann entschieden, die Pressereferentin zur Leiterin der Pressestelle zu machen. Der Vorstand wies Vorwürfe zurück, wonach die Pressesprecherin die Videoaufzeichnung einer Fraktionssitzung nachträglich manipuliert haben soll. In der Tat fehlten zwei Tonaufnahmen, sagte Lauer. Dies sei wegen einer defekten Speicherkarte passiert.

dpa

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