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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD)

Pistorius: Deutschland soll mehr Syrer aufnehmen

Berlin - Deutschland hat sich zur Aufnahme von 5000 syrischen Bürgerkriegs-Flüchtlingen bereiterklärt. Das ist zu wenig, findet Niedersachsens Innenminister. Am Montag besuchte er geflohene Familien.

Deutschland muss nach Ansicht von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) deutlich mehr Flüchtlingen aus Syrien eine neue Heimat geben als bisher vereinbart. Angesichts der humanitären Katastrophe dort sei die bisher geplante Aufnahme von 5000 Menschen viel zu niedrig, sagte der SPD-Politiker am Montag im Grenzdurchgangslager im südniedersächsischen Friedland.

Dort besuchte der Innenminister syrische Familien, die zu dem ersten Flüchtlingskontingent gehörten, das in der vergangenen Woche im Rahmen eines UN-Hilfsabkommens nach Deutschland gekommen war.

Der SPD-Politiker sagte, er werde die Flüchtlingsproblematik bei der nächsten Innenministerkonferenz zum Thema machen. Zusammen mit den anderen europäischen Nationen müsse Deutschland aber auf jeden Fall mehr tun als bisher. Auf eine konkrete Zahl, wie viele Menschen aufgenommen werden sollen, wollte sich der Minister aber nicht festlegen. Mehrere Millionen Menschen sind vor dem blutigen Bürgerkrieg in Syrien auf der Flucht.

Pistorius appellierte an die Bundesregierung, die bisher auf zwei Jahre begrenzte Aufenthaltserlaubnis für die Syrien-Flüchtlinge zu verlängern. Damit hätte die Unsicherheit für die Menschen ein Ende. Zudem würde dadurch die Bereitschaft zur Integration und zum Lernen der deutschen Sprache deutlich steigen.

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Eine sechsköpfige Familie aus der syrischen Hauptstadt Damaskus berichtete dem Innenminister in Friedland, wie grenzenlos erleichtert sie sei, endlich in Sicherheit zu sein. Vor allem für die Kinder gebe es nun wieder eine Zukunftsperspektive.

Die syrischen Kontingentflüchtlinge bleiben für rund zwei Wochen in dem Grenzdurchgangslager. Sie werden dabei in Kursen auf das Leben in Deutschland vorbereitet. Von den 107 Menschen des ersten Kontingents bleiben 18 in Niedersachsen.

dpa

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