PKK bietet Entwaffnung an

Istanbul - Nach einer Serie von Angriffen hat die kurdische Arbeiterpartei PKK im Gegenzug für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage eine Entwaffnung unter UN-Aufsicht angeboten. 

Das Angebot seitens der verbotenen PKK unterbreitete der militärische Anführer Murat Karayilan.

“Wenn die kurdische Frage auf demokratischem Wege durch Dialog gelöst ist, werden wir unsere Waffen niederlegen, ja. Wir werden keine Waffen tragen“, zitierte der britische Rundfunksender BBC Karayilan am Mittwoch. Allerdings drohte er Ankara auch. “Wenn die türkische Regierung dies nicht annimmt, werden wir die Unabhängigkeit ausrufen.“

Karayilan sprach im Nordirak mit dem britischen Sender. Die PKK unterhält dort in der Autonomieregion der Kurden mehrere Lager, von denen aus sie immer wieder zu Angriffen gegen die Türkei eindringt.

Im Kurden-Konflikt sind in der Türkei in den vergangenen 25 Jahren inzwischen mehr als 42 000 Menschen getötet worden. Kurdische Organisationen beklagen eine systematische Diskriminierung ihrer Volksgruppe durch den türkischen Staat. Die PKK wird auch von den USA und in der EU als Terrorgruppe eingestuft. Ein Serie von Angriffen der PKK hat den Konflikt in den vergangenen Wochen weiter verschärft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Grüne legen zu, SPD verliert einen Punkt - Regierungsmehrheit für Schwarz-Grün?
Während die CDU einen neuen Vorsitzenden sucht, setzen die Wähler laut dem ARD-“Deutschlandtrend“ aktuell auf die Grünen. Schwarz-Grün hätte eine Regierungsmehrheit im …
Grüne legen zu, SPD verliert einen Punkt - Regierungsmehrheit für Schwarz-Grün?
ARD-“Deutschlandtrend“: So nah rücken die Grünen an die Union heran
Im aktuellen „Deutschlandtrend“ der ARD dürfen sich die Grünen über große Zustimmung freuen und rücken der Union auf die Pelle. Die AfD verliert zwei Prozentpunkte.
ARD-“Deutschlandtrend“: So nah rücken die Grünen an die Union heran
Kanzlerin besucht Chemnitz: Anti-Merkel-Demos drohen - Polizei benötigt Unterstützung
Es ist ein später Besuch in Chemnitz: Fast drei Monate nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes und den Aufmärschen rechter Gruppen besucht Bundeskanzlerin Angela …
Kanzlerin besucht Chemnitz: Anti-Merkel-Demos drohen - Polizei benötigt Unterstützung
Im Kampf gegen Rebellen: Blauhelmsoldaten im Kongo getötet
Im östlichen Kongo sind sieben Blauhelmsoldaten im Rahmen der als Monusco UN-Friedensmission ums Leben gekommen.
Im Kampf gegen Rebellen: Blauhelmsoldaten im Kongo getötet

Kommentare