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Nach dem Anschlag in Izmir herrscht große Trauer. Nun hat sich eine PKK-Untergruppe zur Tat bekannt.

Terror in Küstenstadt

PKK-Splittergruppe bekennt sich zu Anschlag in Izmir

Istanbul - Die PKK-Splittergrupe „Freiheitsfalken Kurdistans“ (TAK) hat sich zu dem Terroranschlag in der westtürkischen Küstenmetropole Izmir am vergangenen Donnerstag bekannt.

Das Attentat sei von zwei TAK-Kämpfern aus der Südosttürkei im Alter von 25 und 29 Jahren verübt worden, zitierte die PKK-nahe Agentur Firat am Mittwoch aus dem Bekennerschreiben. Die beiden Männer seien bei der Aktion getötet worden. Der Angriff sei unter anderem Vergeltung für die „Massaker in Kurdistan“, hieß es weiter.

Bei einem Autobombenanschlag und einem Feuergefecht vor dem Justizgebäude in Izmir waren am Donnerstag zwei Angreifer, ein Polizist und ein Gerichtsmitarbeiter getötet worden. Mutmaßlich gab es einen dritten, noch flüchtigen Angreifer. Eine dritte Person wird in dem TAK-Bekennerschreiben allerdings nicht erwähnt.

Die türkische Armee geht im Südosten der Türkei gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vor. Die TAK gibt sich als unabhängig von der PKK aus, Experten sprechen jedoch von engen Verbindungen zwischen beiden Organisationen. Unter anderem hatte sich die TAK zu dem Doppelanschlag mit 45 Todesopfern im Istanbuler Viertel Besiktas vor einem Monat bekannt.

dpa

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