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Daniel Volk(FDP) darf seinen Titel wohl behalten

Plagiats-Freispruch für Doktor Volk

München – Wende in der Serie um Plagiats-Vorwürfe gegen promovierte Politiker: Der FDP-Finanzpolitiker Daniel Volk darf seinen Titel wohl behalten.

Nach Informationen unserer Zeitung rät die Untersuchungskommission der Würzburger Uni schriftlich von Maßnahmen gegen den Bundestagsabgeordneten explizit ab.

Die Vorwürfe seien unbegründet, verlautet aus der Universität. Ein Entzug des Titels sei nicht angebracht. Die letzte Entscheidung darüber wird der Promotionsausschuss der Juristischen Fakultät in seiner nächsten Sitzung im Herbst fällen, der jedoch aller Voraussicht nach dem Urteil der Untersuchungskommission folgen wird.

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Der Münchner Volk (42) ist einer von vielen Politikern unter Plagiatsverdacht. Seine Dissertation schrieb er über die „Begrenzung kriegerischer Konflikte durch das moderne Völkerrecht“. Doktorvater war der renommierte Staats- und Völkerrechtler Dieter Blumenwitz, der in Würzburg und an der Hochschule für Politik in München lehrte. Blumenwitz, 2005 verstorben, korrigierte Volks Dissertation streng, aber offenbar korrekt.

Die Vorwürfe waren unter anderem auf der Internetseite „Vroniplag“ erhoben worden. Volk hatte stets beteuert, nicht abgeschrieben zu haben. Vor ihm hatten Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Volks Parteifreunde Silvana Koch-Mehrin, Jorgo Chatzimarkakis, Bijan Djir-Sarai und Margarita Mathiopoulos den Titel aberkannt bekommen, mehrere wehrten sich vor Gericht. Unter Plagiatsverdacht geriet auch Bundesministerin Annette Schavan. Noch nicht entschieden ist entgegen anderslautender Meldungen der Fall des in der Kommunalpolitik aktiven Stoiber-Sohns Dominic.

cd

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