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AfD-Landtagsabgeordnete Christel Weißig sorgte mit einem Posting für Entsetzen.

Entsetzen bei den Parteien

Nach G20: AfD-Abgeordnete fordert Erschießung von Plünderern

Wieder einmal Aufregung um die AfD. Eine Landtagsabgeordnete hat mit einer drastischen Forderung über Plünderer für Wirbel gesorgt - danach kam der Rückzug. 

Schwerin - Mit einem Eintrag in einem Internetforum, in dem sie als Reaktion auf die G20-Krawalle den Einsatz von Schusswaffen gegen Plünderer ins Gespräch brachte, hat die mecklenburg-vorpommersche AfD-Abgeordnete Christel Weißig für Empörung gesorgt. Die 71-jährige Landtagsabgeordnete hatte am Morgen des 8. Juli nach den Krawallen beim G20-Gipfel in Hamburg gepostet: „Plünderer werden sofort erschossen, warum gilt das nicht bei uns?“ Fraktionssprecher Henning Hoffgaard bestätigte am Donnerstag entsprechende Medienberichte.

Keine Stellungnahme von Weißig

Die Politikerin habe den Satz fünf bis sechs Stunden später wieder gelöscht, nachdem sie erste Reaktionen darauf gesehen habe, sagte er. Die Alterspräsidentin des Landtages wolle sich zu dem Vorfall nicht selbst äußern. Die Fraktion habe sich für ein Statement über ihren Sprecher entschieden. Darin heißt es, Weißig habe auf die Krawalle in ihrer Geburtsstadt sehr emotional reagiert. „Mit einer überspitzt formulierten Frage wollte sie darauf aufmerksam machen, dass der Staat angesichts derart menschenverachtender Gewalt machtlos ist.“

Innenminister Lorenz Caffier zeigte sich schockiert. „Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat.“ Er sei „erstaunt, dass die AfD Scharia-Methoden einführen will, um ihren Willen durchzusetzen.“ Auch aus der SPD hagelte es Kritik. „Erst soll auf Flüchtlinge und ihre Kinder an den Grenzen geschossen werden, jetzt auf Extremisten im Hamburger Schanzenviertel – wer kommt als nächstes dran?“, fragte SPD-Mann Jochen Schulte. 

Lesen Sie hier: Krawalle bei G20: Diese Konsequenzen wollen die Parteien ziehen

dpa

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