Mateusz Morawiecki, Ministerpräsident von Polen, spricht auf einer Pressekonferenz.
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Sicherheit der EU-Außengrenzen

Polen will über Lage an EU-Außengrenzen reden 

Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki will nach Angaben eines Sprechers beim bevorstehenden Besuch von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Sicherheit der EU-Außengrenzen sprechen.

Warschau - «Wir haben derzeit eine ernste Krise an den Außengrenzen der EU, und Deutschland hat - so mein Eindruck - trotz allem eine ähnliche Haltung wie wir, auch die EU-Kommission und die Nato unterstützen uns», sagte Polens Regierungssprecher Piotr Müller am Donnerstag dem Onlineportal «Wirtualna Polska». Morawiecki wolle Merkel im persönlichen Gespräch darüber informieren, wie die Situation an Polens Grenze zu Belarus aussehe, und Informationen darüber erhalten, «wie unsere Aktivitäten unterstützt werden.» Merkel will am Samstag nach Warschau reisen. Neben dem Gespräch mit Regierungschef Morawiecki ist eine Begegnung mit Präsident Andrzej Duda vorgesehen.

Die Regierungen in Polen, Litauen und Lettland beschuldigen den belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko, in organisierter Form Flüchtlinge an die EU-Außengrenze zu bringen. Lukaschenko hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde - als Reaktion auf verschärfte westliche Sanktionen gegen die ehemalige Sowjetrepublik. 

Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes gab es an der Grenze zu Belarus seit Anfang September knapp 1300 Versuche eines illegalen Grenzübertritts. Polen hatte in der vergangenen Woche in der Grenzregion für 30 Tage den Ausnahmezustand verhängt. (dpa)

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