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Götterspeise auf einem Parteitag der Thüringer Grünen: Rot-Rot-Grün würde derzeit keine Mehrheit erreichen.

Politbarometer

Keine Mehrheit für Rot-Rot-Grün, AfD sackt einen Punkt ab

Mainz - Eine rot-rot-grüne Koalition hätte in der Bevölkerung derzeit keine Mehrheit. Im neuen ZDF-"Politbarometer" kommen die drei Parteien zusammen nur auf 45 Prozent.

Eine Mehrheit gäbe es weiterhin für die derzeitige große Koalition aus CDU/CSU und SPD sowie für eine Koalition aus Union, Grünen und FDP, wie die am Freitag veröffentlichte Umfrage ergab.

Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU auf 33 Prozent (minus eins), die SPD auf 23 Prozent (plus eins), die Linke auf zehn Prozent, die Grünen auf zwölf Prozent und die FDP auf fünf Prozent (alle unverändert). Die AfD würde jetzt zwölf Prozent (minus eins) erreichen und die anderen Parteien zusammen fünf Prozent (plus eins).

SPD-Kanzlerkandidat: Martin Schulz vor Sigmar Gabriel

Bei der Frage der SPD-Kanzlerkandidatur liegt der als möglicher Anwärter gehandelte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz vor Sigmar Gabriel, der als Parteichef das erste Zugriffsrecht hat. Bei den SPD-Anhängern sprechen sich 27 Prozent für Gabriel, 30 Prozent für Schulz und 16 Prozent für einen anderen Kandidaten aus. 27 Prozent können keinen konkreten Kandidaten benennen.

Werden die Angaben aller Befragten zugrunde gelegt, ergibt sich eine noch deutlichere Präferenz: Hier liegt Schulz mit 28 Prozent klar vor Gabriel mit nur 18 Prozent, 16 Prozent nennen eine andere Person und 38 Prozent können niemanden benennen.

Was die Kandidatenfrage bei der Union betrifft, meinen 71 Prozent aller Befragten und 80 Prozent der CDU/CSU-Anhänger trotz der erkennbaren bisherigen Zurückhaltung der CSU, dass sich die beiden Parteien auf Angela Merkel als gemeinsame Kanzlerkandidatin einigen werden. 24 Prozent aller Befragten und 17 Prozent der Unions-Anhänger sehen das nicht so.

Merkel weiter klar vor Gabriel

Wenn Merkel und Gabriel als Kanzlerkandidaten anträten, würden 62 Prozent (plus sechs) aller Befragten Merkel vorziehen, Gabriel käme nur auf 25 Prozent (minus acht). Sollte Schulz antreten, sprechen sich 48 Prozent für Merkel aus und 37 Prozent für Schulz.

In der Politikerrangfolge liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) weiter auf Platz eins, gefolgt von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Platz drei belegt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), gefolgt von Merkel, Grünen-Chef Cem Özdemir, dem Linken-Politiker Gregor Gysi, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Gabriel, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und als Schlusslicht CSU-Chef Horst Seehofer.

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das "Politbarometer" diese Woche 1287 Wahlberechtigte.

AFP

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