+
Martin Schulz bei einem Auftritt im Saarland

Schulz und Merkel Kopf an Kopf

"Politbarometer": SPD legt zum dritten Mal in Folge zu

Berlin - Klar ist, dass noch nichts klar ist: Laut ZDF-“Politbarometer“ holt die SPD in der Gunst der Wähler auf die Union auf - aber auch Angela Merkels Werte erholen sich.

Die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz setzt ihre Aufholjagd fort: Im ZDF-"Politbarometer" legte die Partei zum dritten Mal in Folge zu. Mit 32 Prozent, einem Plus von zwei Punkten, erreichte sie ihren besten Wert seit fast fünf Jahren in dieser Umfrage. Stärkste Partei blieb die CDU/CSU mit unverändert 34 Prozent. 

Die Linke verbesserte sich um einen Punkt auf acht Prozent, die Grünen büßten zwei Punkte ein auf sieben Prozent. Die AfD büßte erneut einen Punkt ein auf neun Prozent. Die FDP büßte ebenfalls einen Punkt ein, auf nunmehr fünf Prozent. 

Nur für die GroKo hätte eine Mehrheit

Damit gäbe es weiterhin nur eine klare Mehrheit für CDU/CSU und SPD. Für Rot-Rot-Grün oder eine Koalition aus CDU/CSU, Grüne und FDP würde es nicht reichen. Unabhängig von möglichen Koalitionspartnern wünschen sich nach der Bundestagswahl 47 Prozent eine SPD-geführte Regierung und 41 Prozent eine Regierung unter Führung der CDU/CSU. 

K-Frage: Merkel holt Schulz wieder ein

Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz nach der Bundestagswahl sprachen sich 44 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) und ebenfalls 44 Prozent für Herausforderer Schulz aus. Im Februar hatte Schulz mit 49 Prozent noch einen deutlichen Vorsprung vor Merkel, die im Vormonat nur auf 38 Prozent gekommen war. 

Schulz fällt bei der Politikerbewertung zurück

Die beste Bewertung in der Politikerrangfolge erhielt Winfried Kretschmann. Der Grünen-Ministerpräsident erreichte auf der Skala von plus fünf bis minus fünf einen Durchschnittswert von 1,9 (Februar: 2,0). Merkel rückte mit leicht verbesserten 1,8 (zuvor 1,7) auf Platz zwei vor. Schulz, zuletzt auf Platz eins der Liste, verzeichnete mit 1,7 (zuvor 2,0) Einbußen und lag auf Rang drei, gefolgt von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 1,6 (zuvor 1,7). 

Auf den weiteren Plätzen folgten Innenminister Thomas de Maizière (CDU) mit 1,0 (zuvor 1,2), Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) ebenfalls mit 1,0 (zuvor 0,9), Justizminister Heiko Maas (SPD) mit 0,9 (zuvor 1,0) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit 0,8 (zuvor 0,9) an. Danach folgt CSU-Chef Horst Seehofer mit 0,5 (zuvor 0,4) und als Schlusslicht Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht, die auf minus 0,3 (zuvor minus 0,4) kommt. 

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1.212 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Ähnliche Werte für die Parteien hatte der einige Stunden zuvor veröffentlichte Deutschlandtrend der ARD erbracht.

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Jamaika-Sondierungen derzeit unterbrochen - Lindner mit Spitze gegen Grüne
Die Jamaika-Sondierungsgespräche gehen am Samstag in eine weitere Runde. Einzelgespräche sollen helfen, um bis Sonntag fertig zu werden. Im News-Ticker bekommen Sie alle …
Jamaika-Sondierungen derzeit unterbrochen - Lindner mit Spitze gegen Grüne
Nach Idee von Urwahl: Spaenle attackiert Aigner
Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle hat die Idee seiner Kabinettskollegin Ilse Aigner (beide CSU) für eine Urwahl des Landtags-Spitzenkandidaten scharf zurückgewiesen.
Nach Idee von Urwahl: Spaenle attackiert Aigner
Libanons Regierungschef Hariri in Frankreich
Während es zwischen Berlin und Saudi-Arabien seinetwegen zu diplomatischen Spannungen kommt, trifft der libanesische Premier Saad Hariri in Paris ein. Es könnte der …
Libanons Regierungschef Hariri in Frankreich
"Spiegel": NRW prüft Verbot radikaler Moscheen
Die nachlässige Kontrolle von Moscheen in Europa hat nach Ansicht eines emiratischen Ministers zu islamistischen Anschlägen auch in Deutschland geführt. Plant der …
"Spiegel": NRW prüft Verbot radikaler Moscheen

Kommentare