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Das Bündnis Pegida warnt vor einer zunehmenden "Islamisierung" Deutschlands.

Umfrage

Nimmt GroKo Zuwanderungs-Sorgen nicht ernst?

Berlin - Für zwei von drei Bundesbürgern geht laut einer aktuellen Umfrage die Regierung nicht ausreichend auf Sorgen zu Flüchtlingspolitik und Zuwanderung ein.

Nur 28 Prozent sehen nach der von TNS Forschung für den "Spiegel" geführten Umfrage kein solches Defizit. Jeder dritte Befragte teilt den Angaben zufolge die Ansicht des Bündnisses Pegida, es gebe eine zunehmende "Islamisierung" in Deutschland.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte dem "Spiegel" über den Zulauf zu den Pegida-Demonstrationen: "Mich besorgt, wie schnell die Teilnehmerzahl bei den Demonstrationen innerhalb weniger Wochen in die Höhe geschnellt ist." Der Minister stellte zudem eine Verbindung zwischen Pegida und der Partei AfD her. "In dieser Gruppe gibt es viele Menschen, die sich sorgen vor den Herausforderungen unserer Zeit. Es geht um Flüchtlinge, die Angst vor angeblich drohender Islamisierung, den Euro. Ich sehe Schnittmengen mit den Anhängern der AfD."

Der "Spiegel" berichtete, in mehreren Bundesländern seien AfD-Funktionäre mit dem Aufbau weiterer "Pegida-ähnlicher" Gruppen befasst. Das Magazin zitierte den AfD-Landesvorsitzender in Brandenburg, Alexander Gauland, mit den Worten: "Wir sind die natürlichen Verbündeten dieser Bewegung." Laut der TNS-Umfrage halten es 54 Prozent der Befragten für richtig, dass die CDU jedwede Zusammenarbeit mit der AfD ablehnt; gut ein Drittel hält den Kurs für falsch.

Pegida steht für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Erst am Montagabend hatten in Dresden 10.000 Menschen an einer erneuten Kundgebung des Bündnisses teilgenommen. Pegida protestiert seit Oktober wöchentlich in Dresden gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes und fordert Asylrechts-Verschärfungen. In mehreren Städten gibt es mittlerweile Ableger der Bewegung.

afp

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