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Die deutschen Soldaten in Afghanistan sind nach wie vor in Gefahr.

Nach Tod des deutschen Soldaten

Politiker besorgt über Sicherheit in Afghanistan

Berlin - Politiker von Koalition und Opposition haben sich nach dem Tod eines deutschen Soldaten besorgt über die Sicherheit der Truppen in Afghanistan geäußert.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, rechnet mit wachsenden Gefahren für die Bundeswehr. „Die schrecklichen Ereignisse zeigen, wie gefährlich die Situation in Afghanistan weiterhin ist. Und die Gefahr für die deutschen Soldaten wird bis Ende 2014 eher zunehmen“, sagte Nouripour der „Welt“. Er bezeichnete den Abzug aus Afghanistan als „das schwierigste und gefährlichste, was die Bundeswehr je gemacht hat“. Es gebe zur Sicherheit der Soldaten beim Abzug noch einige unbeantwortete Fragen, kritisierte der Grünen-Politiker.

Nach 23 Monaten war am Samstag erstmals wieder ein deutscher Soldat in Afghanistan getötet worden. Der Soldat aus dem Kommando Spezialkräfte, kam beim Beschuss durch Aufständische ums Leben.

Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, betonte, dass Afghanistan den vergangenen zwei Jahren statistisch sicherer geworden sei. „Aber angesichts dieses Ereignisses ist eine Statistik relativ“, sagte Arnold dem Blatt. Tatsache sei, dass es im Osten und Süden des Landes noch erhebliche Schwierigkeiten gebe. Auch im Norden gebe es einige bekannte Brennpunkte.

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

Was dürfen deutsche Soldaten in Afghanistan?

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe wandte sich gegen Veränderungen beim Afghanistan-Einsatz: „Bei aller Erschütterung über den Tod des Soldaten bleibt es richtig, die internationale Gemeinschaft und Afghanistan auch weiterhin wie geplant zu unterstützen“, sagte Gröhe.

FDP-Verteidigungspolitiker Burkhardt Müller-Sönksen warnte vor Gefahren beim Abzug der Bundeswehr bis 2014. Man dürfe auf keinen Fall bei der Sicherheit sparen, sagte er der „Welt“. „Die Sicherheit unserer Soldaten muss bis zur letzten Minute gewährleistet sein“, forderte der FDP-Politiker.

dpa

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