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Krise in Honduras beendet: Der gestürzte Präsident Manuel Zelaya (links) und Interimspräsident Roberto Micheletti haben am Donnerstagabend ein Abkommen unterzeichnet.

Politische Krise in Honduras beendet

Tegucigalpa - In Honduras haben sich die beiden Konfliktparteien nach vier Monaten auf ein Abkommen zur Beendigung der politischen Krise geeinigt.

Nach Angaben der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) unterzeichneten Interimspräsident Roberto Micheletti und der gestürzte Präsident Manuel Zelaya am Donnerstagabend in Tegucigalpa ein entsprechendes Abkommen. Das Parlament soll über eine Wiedereinsetzung des Ende Juni entmachteten Präsidenten Zelaya entscheiden.

Nach Worten Michelettis umfasst das Abkommen die Bildung einer Regierung der nationalen Aussöhnung. Die Präsidentenwahl soll wie vorgesehen am 29. November stattfinden. Eine sogenannte Wahrheitskommission soll gebildet werden, um die Ereignisse vor, während und nach dem 28. Juni zu untersuchen, als Zelaya abgesetzt worden ist. Die internationale Gemeinschaft wurde aufgerufen, alle Sanktionen gegen Honduras aufzuheben und Beobachter zu der Präsidentenwahl zu entsenden. Micheletti sprach von einem erheblichen Zugeständnis seiner Regierung.

Zelaya war am 28. Juni gestürzt und außer Landes gebracht worden. Ihm wird von seinen Gegnern vorgeworfen, die Verfassung gebrochen und einen Verbleib im Präsidentenamt angestrebt zu haben, was nach der derzeitigen Gesetzeslage verboten ist. Vor einigen Wochen war Zelaya heimlich nach Honduras zurückgekehrt und hatte in der brasilianischen Botschaft Zuflucht gefunden.

dpa

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