Abschiebung in die Türkei

Polizei auf Chios greift gegen straffällige Migranten durch

Athen/Chios - Griechenland schiebt straffällig gewordene Flüchtlinge ab. Von der Insel Chios wurden am Dienstag 22 straffällige Migranten in die nordgriechische Hafenstadt Kavala gebracht. Von dort sollen sie in die Türkei abgeschoben werden.

Das berichtete das Insel-Nachrichtenportal „Politis“.

Die Betreffenden hätten in der Hauptstadt der Insel Diebstähle begangen und seien zum Teil auch für Randale und Zusammenstöße von Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten verantwortlich, heißt es in dem Bericht. Die Polizei sei vom Ministerium für Staatsschutz dazu angehalten worden, in solchen Fällen hart durchzugreifen.

Auf den griechischen Inseln in der Ostägäis leben nach Angaben des staatlichen Stabs für die Flüchtlingskrise rund 8500 Migranten. Der Zustrom von der Türkei aus hat in den vergangenen Monaten seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts und der Sperrung der Balkanroute stark abgenommen. So erreichte von Dienstag auf Mittwoch nach Angaben des Krisenstabs lediglich ein Flüchtling die Insel Samos. Noch vor Monaten kamen an manchen Tagen mehrere Tausend Flüchtlinge an.

dpa

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