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Der Pariser Präfekt Patrice Latron spricht nach dem Fehlalarm zur Presse.

Nach Berichten über Schüsse

Terror-Verdacht in Paris: Polizei gibt Entwarnung nach Großeinsatz

Paris - Erleichterung in Paris: Nach einem Anti-Terror-Einsatz im Zentrum der französischen Hauptstadt gibt es nun Entwarnung. Es gebe keinen Grund zur Sorge mehr, meldet die Polizeipräfektur. 

Ein falscher Alarm hat am Samstagnachmittag eine Polizeiaktion im Zentrum von Paris ausgelöst. Das Viertel rund um die Kirche in der Straße Saint-Denis war abgesperrt worden, nachdem dort eine Geiselnahme gemeldet worden war, wie ein Sprecher des Innenministeriums anschließend sagte. Die Polizeiaktion konnte kurze Zeit später beendet und die Sperrung aufgehoben werden, ohne dass eine Gefahr festgestellt werden musste.

Behörden wollten kein Risiko eingehen

„Wir haben maximale Vorsichtsmaßnahmen getroffen“, sagte der Sprecher. „Wir dürfen nicht das geringste Risiko eingehen.“ Über das französische Warnsystem SAIP und die sozialen Netzwerke hatten die Sicherheitsbehörden die Bürger gewarnt und aufgefordert, das Viertel zu meiden.

Die Umstände, die zu der Aktion geführt hatten, müssten nun präzise aufgeklärt werden, teilte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve mit. Auslöser für den falschen Alarm könnte eine Bewegung in der Menge der Besucher gewesen sein. In Frankreich war am Samstag landesweiter Tag des Kulturerbes.

Frankreich: Ein Land im Ausnahmezustand

In Frankreich gilt nach einer Terrorserie der Ausnahmezustand. Erst im Juli war es in einer katholischen Kirche in Saint-Étienne-du-Rouvray bei Rouen während der Morgenmesse zu einer Geiselnahme gekommen. Zwei Angreifer ermordeten den Priester. Die Terrormiliz Islamischer Staat reklamierte die Tat für sich. Auch in den vergangenen Tagen hatte es mehrere Festnahmen von Terrorverdächtigen gegeben.

ae/dpa 

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