Drama im Hambacher Forst: Journalist stirbt bei Sturz aus großer Höhe

Drama im Hambacher Forst: Journalist stirbt bei Sturz aus großer Höhe
+
Am Rande des Gipfeltreffens G20 in Hamburg im vergangenen Juli war es zu Ausschreitungen, Brandstiftungen und teilweise Plünderungen gekommen. Foto: Michael Kappeler

"Bitte um Identifizierung"

Polizei leitet wegen G20-Randalen europaweite Fahndung ein

Berlin (dpa) - Die Polizei hat nach Medieninformationen wegen der schweren Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg zu 24 mutmaßlichen Randalierern eine europaweite Fahndung eingeleitet.

Das Bundeskriminalamt (BKA) habe am 13. April eine Fahndungsliste mit Bildern von zwei Dutzend bisher unbekannten Personen "an die durch das LKA Hamburg ausgewählten europäischen Staaten" übersandt, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums an die Linksfraktion, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorliegt.

Mit der "Bitte um Identifizierung" der Tatverdächtigen ging die Fahndungsliste an 15 ausländische Dienststellen, unter anderem an die "Guardia Civil Counter Terrorism Unit" in Spanien, die "State Security Division" in Griechenland, das "SO15 Counter Terrorism Command" in Großbritannien sowie weitere Sicherheitsbehörden in Frankreich, Polen, Ungarn, Tschechien, die Niederlande, Belgien, Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Italien und die Schweiz. Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs, Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung seien eingeleitet worden.

Am Rande des Gipfeltreffens G20 in Hamburg im vergangenen Juli war es zu Ausschreitungen, Brandstiftungen und teilweise Plünderungen gekommen. Die Hamburger Polizei hatte zunächst eine deutschlandweite öffentliche Fahndung nach mehr als 100 unbekannten Personen eingeleitet, die sich an den Ausschreitungen beteiligt haben sollen.

Datenschützer und linke Politiker üben scharfe Kritik an der öffentlichen Fahndung nach mutmaßlichen G20-Randalierern. Die Linksfraktion sieht in der Polizeimaßnahme eine "unverhältnismäßige Verletzung der Grundrechte". Teilweise waren auch Minderjährige von der Fahndung betroffen. "LKA und BKA überbieten sich in einem Lächerlichkeits-Wettbewerb", sagte Linken-Innenexpertin Ulla Jelpke den Funke-Zeitungen. Die Hamburger Behörden wollen nach Informationen der Mediengruppe am kommenden Mittwoch bei einer Pressekonferenz Ergebnisse zum Stand der Ermittlungen präsentieren.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Seehofer erklärt Maaßen-Beförderung - Bayern-SPD plant nun Boykott
Eine Krisensitzung mit Horst Seehofer, Angela Merkel und Andrea Nahles brachte am Dienstag die Entscheidung in der Causa Maaßen. Widerstand regt sich nun in der …
Seehofer erklärt Maaßen-Beförderung - Bayern-SPD plant nun Boykott
Auto fährt in Menschenmenge vor Londoner Moschee
Ein Auto ist in London vor einer Moschee in eine Gruppe von Menschen gefahren. Dabei sollen die Täter antimuslimische Beleidigungen gerufen haben. Es gibt mehrere …
Auto fährt in Menschenmenge vor Londoner Moschee
Donald Trump: Ex-Affäre Stormy Daniels enthüllt pikante Bett-Details - und stellt ihm Liebeszeugnis aus
Stormy Daniels gibt in ihrem Buch pikante Details zu ihrer Liebesnacht mit US-Präsident Donald Trump preis. Das geht aus Vorabauszügen hervor. Die News im Live-Ticker.
Donald Trump: Ex-Affäre Stormy Daniels enthüllt pikante Bett-Details - und stellt ihm Liebeszeugnis aus
Im Hambacher Forst abgestürzter Journalist ist tot
Während des Großeinsatzes im Braunkohlerevier Hambacher Forst hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Journalist stürzte rund 15 Meter in die Tiefe. Die Polizei …
Im Hambacher Forst abgestürzter Journalist ist tot

Kommentare