Schulz will Parteibasis über SPD-Regierungsbeteiligung abstimmen lassen

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So sollen die zwei ehemaligen Mitglieder der Rote Armee Fraktion (RAF), Burkhard Garweg (l) und Ernst-Volker Staub, aussehen.

Neue Fahndungsfotos

So sollen die gesuchten RAF-Terroristen aussehen

Verden - Nach zwei gescheiterten Raubüberfällen auf Geldtransporter sucht die Polizei mit neuen Fahndungsfotos nach den früheren RAF-Terroristen Ernst-Volker Staub und Burkhard Garweg. 

Bei der Suche nach den drei mutmaßlichen früheren RAF-Mitgliedern Ernst-Volker Staub, Burkhard Garweg und Daniela Klette haben die Ermittler neues Bildmaterial gesichert. Wie die Staatsanwaltschaft in Verden am Mittwoch mitteilte, handelt es sich dabei zum einen um eine aktuelle Aufnahme aus dem laufenden Jahr, die Staub zeigen dürfte. Zum anderen geht es demnach um ein ebenfalls aktuelles Bild, auf dem Garweg zu sehen sein könnte.

Die Fahnder veröffentlichten die fraglichen Aufnahmen auf der Homepage des niedersächsischen Landeskriminalamts. Auf den Bildern, die nach ihrer Meinung sehr wahrscheinlich den 61-jährigen Staub zeigen, ist ein Mann mit ergrautem Kinn- und Oberlippenbart und Mütze sowie laut Ermittlern "ungepflegten Zähnen" gut zu erkennen.

Die mögliche Aufnahme von Garweg ist qualitativ schlechter und zeigt nur verschwommen einen Mann mit Brille und ebenfalls mit Mütze. Die Aufnahmen entstanden nach Angaben der Ermittler in diesem Jahr. Zu weiteren Einzelheiten, etwa dem Entstehungsort und dem genauen Datum, machten sie aus "ermittlungstaktischen Gründen" keinerlei Angaben.

Die Beamten baten auf Deutsch und Englisch um Hinweise auf den Aufenthaltsort der abgebildeten Verdächtigen, warnten aber vor eigenmächtigen Aktionen. Zeugen sollten nicht "eigenmächtig" an diese herantreten, weil die Gesuchten bewaffnet sein könnten.

Die drei mutmaßlichen früheren RAF-Terroristen waren in den vergangenen Monaten durch Überfälle auf Geldtransporter in Stuhr bei Bremen sowie in Wolfsburg ins Visier der Fahnder geraten. Die Bundesanwaltschaft ermittelt seit den 90er Jahren gegen das Trio, das zur sogenannten dritten RAF-Generation gehört haben soll. Jahrelang waren sie abgetaucht. Nach den Taten in Stuhr und Wolfsburg fanden sich aber deren DNA-Spuren.

Wegen des Überfalls auf einen mit rund einer Million Euro beladenen Geldtransporter in der kleinen Gemeinde bei Bremen ermittelt die Verdener Staatsanwaltschaft wegen versuchten Mords und versuchten schweren Raubs. Einer der Täter hatte dabei mit einem Schnellfeuergewehr auf das Fahrzeug geschossen, verfehlte aber Fahrer sowie Beifahrer.

Die drei Täter waren zudem mit einer Panzerfaust bewaffnet und setzten den Ermittlern zufolge zudem möglicherweise einen sogenannten Jammer ein, um das Mobilfunknetz zu stören. Mit den Taten wollten sie sich demnach wohl Geld zum Lebensunterhalt besorgen.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen die drei Verdächtigen unter anderem wegen der Beteiligung an einem Sprengstoffanschlag auf das im Bau befindliche Gefängnis von Weiterstadt in Hessen 1993. Klette soll auch an einem Anschlag auf die damalige Bonner US-Botschaft 1992 beteiligt gewesen sein. Die RAF hatte sich 1998 für aufgelöst erklärt.

afp

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