Wiederholungstäter betreuen

Polizeigewerkschaft: Heime für straffällige Flüchtlinge

Berlin - Nach den Ausschreitungen zwischen Asylbewerbern und Rechtsradikalen in Bautzen hat der Chef der Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, geschlossene Heime für straffällig gewordene minderjährige Flüchtlinge gefordert.

"Natürlich muss man sie nicht alle in geschlossenen Einrichtungen unterbringen - aber wenigstens die, die immer und immer wieder durch Straftaten und Krawalle auffallen", sagte Wendt am Samstag dem Sender HR-Info. Polizeilich und juristisch sei solchen Jugendlichen nicht beizukommen.

"Wir müssen sie ja sofort wieder entlassen, und in einer Stunde sind sie wieder auf der Straße und begehen neue Straftaten", sagte der Gewerkschaftschef. In geschlossenen Einrichtungen könnten solche Jugendliche "energisch, pädagogisch, aber auch sehr intensiv" betreut werden.

Es gebe Träger, die sich um die Jugendlichen kümmern müssten. "Und trotzdem sitzen diese jungen Menschen nachts um drei Uhr stinkbesoffen auf irgendeinem Platz. Das darf doch wohl nicht wahr sein." Wendt wandte sich dagegen, dass die mit der Zuwanderung verbundene "Drecksarbeit" die Polizei erledigen solle.

In Bautzen waren am Mittwochabend seit längerem schwelende Spannungen zwischen jungen Asylsuchenden und Anhängern der rechten Szene eskaliert. Dabei war auch die Polizei von jungen Flüchtlingen angegriffen worden.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Archivbild)

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