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Bernd Posselt.

Scheidender Europaabgeordneter

Posselt: CSU soll nicht "AfD light" werden

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München - Bernd Posselt (CSU), scheidendes Mitglied des Europäischen Parlaments, hat die Wahlkampfstrategie seiner Partei gegenüber der AfD kritisiert.

"Man soll nie versuchen, das Stinktier zu überstinken", sagte Posselt dem MÜNCHNER MERKUR (Mittwochausgabe). Er wolle damit nicht die AfD beleidigen, dies sei nur ein alter Trapperspruch aus dem Wilden Westen. Posselt führte weiter aus: "Wenn sich die CSU jetzt in eine AfD light verwandeln würde, wäre das der falsche Weg. Wir müssen eine christlich-soziale, proeuropäische Partei sein." Posselt sagte, er sei nicht gegen Kritik an Fehlentwicklungen in Europa. "Aber das Pro-Europäische, das muss wieder deutlich werden."

Die CSU, aus der im Wahlkampf auch dezidiert europakritische Töne zu hören waren, war bei den Europawahlen am Sonntag in Bayern von 48,1 auf 40,5 Prozent der Stimmen abgerutscht und hatte damit einen dramatischen Einbruch erlitten. Die AfD hingegen erreichte bei der ersten Teilnahme 8,0 Prozent der Stimmen in Bayern. Posselt hatte als Sechstplatzierter der CSU-Liste seinen erneuten Einzug ins Europäische Parlament knapp verfehlt.

Posselt übte auch Kritik am Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, das die 3-Prozent-Hürde für Parteien im Februar gekippt hatte: "Das Bundesverfassungsgericht hat es nicht geschafft, die NPD zu verbieten – dafür aber, die NPD ins Europäische Parlament zu bringen", sagte er. Die rechtsextreme NPD erreichte bei der Wahl am Sonntag einen Sitz.

Philipp Vetter

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