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In der US-Show „Slow Jam the News“ bei Moderator Jimmy Fallon zeigt Obama sein anderes Talent.

In US-Fernsehshow

Obama zieht coole Bilanz seiner Präsidentschaft

New York - Barack Obama befindet sich derzeit auf der Ehrenrunde als US-Präsident. Im nächsten Januar wird er das Amt abgeben. Doch in einer TV-Show zeigt er noch einmal warum er trotz durchwachsener Bilanz so beliebt ist.

Als Präsident ist Barack Obama 2008 als Hoffnungsträger angetreten. Acht Jahre später muss man konstatieren: Er konnte die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen. Seiner Beliebtheit hat dies jedoch kaum geschadet. Warum, zeigt Obama in der US-Show "Slow Jam the News“ bei Moderator Jimmy Fallon.

Bereits sein Einmarsch ins Studio wird frenetisch gefeiert. Wie ein Politiker wirkt Obama dabei nicht. Eher wie ein Basketball-Superstar. Mit ernstem, coolem Blick. Dann zeigte er gleich zu Beginn der Late-Night-Show welch talentierter Slow-Jammer er ist. Obama raunt eine Bilanz seiner Amtszeit und schlägt dabei in einer Art Sprechgesang den Bogen von Klimaschutz, über Homo-Ehe bis hin zum Atomdeal mit dem Iran. Das Publikum johlt vor Vergnügen, Obama verzieht kaum eine Miene. Er ergänzt sich glänzend mit Showmaster Fallon. Obama - der vielleicht lässigste Präsident aller Zeiten?

"Die besten Tage kommen noch"

Als Obama den Wahlkampf der Republikaner ins Visier nimmt, spricht er über deren Kandidaten: „Ich werde keinen Namen nennen.“ Im Hintergrund haucht der Bandleader ins Mikrofon. „Es dreht sich alles um Donald Trump.“ Und als die Musik im Hintergrund lauter wird, ruft Obama ins Mikrofon: "Die besten Tagen hat Amerika noch vor sich."

Zuvor hatte Obama in der Show bereits Einblicke in seinen Alltag gegeben. So könne er etwa mit seinem offiziell zur Verfügung gestellten Mobiltelefon keine Bilder machen. Er habe zunächst aus Sicherheitsgründen ein Blackberry gehabt, in diesem Jahr bekam er endlich ein Smartphone. „Ich war aufgeregt, erzählte Obama. Aber dann sagte man mir: „Aus Sicherheitsgründen kann Ihr Smartphone keine Bilder machen, Sie können keine Nachrichten verschicken, Anrufen geht nicht und Musik hören können Sie auch nicht.“ Es sei eigentlich nichts anderes als ein Spielzeugtelefon.

Abschied als "coolster Präsident"

Der im Januar aus dem Amt scheidende US-Präsident weiß schon genau, was er als erstes nach seiner Amtszeit macht: „Ich werde auf jeden Fall schlafen.“ Außerdem wolle er irgendwo hinfliegen, wo es warm sei. „Michelle und ich werden für ein paar Wochen eine Pause einlegen“, so Obama. Die Obamas hatten bereits angekündigt, weiter in Washington wohnen zu bleiben, bis ihre jüngste Tochter Sasha (15) die Schule beendet hat.

Obama mag nicht alles durchgesetzt haben, was er zu Beginn seiner Amtszeit versprochen hatte. Doch ein Platz in den Geschichtsbüchern ist ihm wohl dennoch sicher: Als bisher coolster Präsident Amerikas.

dpa/mke

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