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Prognosen sagen für die Wahlen in Frankreich ein spannendes Rennen vorher - hier verfolgen Sie es im TV.

Wer wird Präsident?

Frankreich-Wahl: So sehen Sie die Abstimmung im TV und Live-Stream

Paris - Am 7. Mai wählen die Franzosen einen neuen Präsidenten. So sehen Sie die Abstimmung im deutschen Fernsehen und Live-Stream.

Die Präsidentschaft von Francois Hollande neigt sich nach fünf Jahren dem Ende zu. Nach dem ersten Wahlgang vom 23. April 2017 werden die Franzosen am Sonntag, den 7. Mai, erneut an die Wahlurnen gebeten: Bei der Stichwahl haben sie die Wahl zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen.

Laut aktuellen Prognosen hat Macron momentan (Stand 24. April 2017) die Nase vorn. Mit 62 Prozent soll er in der Gunst der Wähler vorne liegen, Le Pen liegt bei 38 Prozent.

Der zweite Wahlgang hat sich in den letzten Jahren zum Standard entwickelt, seit 1965 konnte kein Kandidat die Wahl bereits im ersten Wahlgang entscheiden. So auch 2017 nicht. In unserem Ticker können Sie noch mal nachlesen, wie der erste Wahlgang verlaufen ist.

Wahl in Frankreich 2017: Mehr Informationen zur Wahl am 7. Mai schon vorab im deutschen Fernsehen

Wer sich vor dem Wahlsonntag noch einmal intensiver mit den französischen Präsidentschaftswahlen und den Kandidaten auseinandersetzen möchte, kann sich im deutschen Fernsehen informieren: Phönix strahlt wiederholt die Spezialsendung „Frankreichs Qual der Wahl - eine Nation im Zwiespalt“ aus. In dieser geht es nicht nur um die Präsidentschaftswahlen am Sonntag, sondern auch um die französischen Parlamentswahlen im Sommer. ARD-Korrespondent Mathias Werth beleuchtet die Hintergründe und Perspektiven der Abstimmung.

Die Sendung wird unter anderem am Sonntag, den 30. April, um 23:15 Uhr, am Donnerstag, den 4. Mai, um 06:45 Uhr, am Freitag, den 5. Mai, um 19:15 Uhr, am Samstag, den 6. Mai, um 10:45 Uhr und am Sonntag, den 7. Mai, um 06:00 Uhr gesendet.

Wahl in Frankreich 2017: Ab wann gibt es ein Ergebnis?

Richtig spannend wird es am Sonntag, den 7. Mai. Dann steht der zweite Wahlgang in Frankreich an, die Wahllokale öffnen landesweit um 8 Uhr. Bis 19 Uhr haben die meisten Franzosen Zeit, ihr Kreuzchen zu machen. Manche Wahllokale in den Großstädten haben aber auch bis 20 Uhr geöffnet.

Mit dem Schließen der letzten Wahllokale wird zum Beispiel der öffentlich-rechtliche Sender France 2 die ersten Prognosen veröffentlichen. Wann mit dem offiziellem Ergebnis zu rechnen ist, erfahren Sie hier. Interessierte mit Französischkenntnissen können den Sender eventuell auch in Deutschland empfangen: France 2 kann man in Grenzgebieten über Antenne und im analogen Kabel sehen, in ganz Deutschland ist der Sender oft auch im digitalen Kabel zu empfangen.

Präsidentschaftswahlen in Frankreich: So verfolgen Sie den Wahlabend heute im TV und Live-Stream

Auch in Deutschland berichtet das Fernsehen über die Präsidentschaftswahlen in Frankreich. So sendet Phönix am Sonntag ab 19:30 Uhr aktuelles über die Abstimmung, der Sender kündigt Analysen und Interviews an. Außerdem strahlt Phönix um 23 Uhr einen 60-minütigen Bericht zu den Wahlen in Frankreich und Schleswig-Holstein aus. Wer das Polit-Ereignis im Internet verfolgen will, kann dies im Phönix-Live-Stream tun. Für Smartphone- und Tablet-Nutzer bietet es sich auch an, die entsprechende App herunterzuladen. Apple-Kunden können die Phönix-App bei iTunes  downloaden, Android-Nutzer bekommen sie im Google Play Store.

Auch N24 wird um 20 Uhr und um 20:30 Uhr eine Live-Berichterstattung von den Wahlen in Frankreich anbieten. Der Nachrichtensender hat ebenfalls einen Live-Stream, mithilfe dessen Zuschauer das Programm im Internet verfolgen können. Für Smartphone- und Tablet-Nutzer gibt es außerdem eine kostenlose App. Apple-Anhänger laden sie sich bei iTunes herunter, Android-Nutzer im Google Play Store.

Auch in der ARD wird die Frankreich-Wahl am Sonntagabend Thema sein, beispielsweise in den Nachrichtenformaten Tagesschau um 20 Uhr und in den Tagesthemen um 22:55 Uhr. Beide Sendungen können sowohl live, als auch nachträglich im Stream im Internet angesehen werden. Darüber hinaus bietet das Erste eine App an, die Apple-Nutzer bei iTunes und Android-Kunden im Google Play Store downloaden können.

Auch das ZDF wird das Thema wohl im heute-journal um 21:45 Uhr anschneiden. Wer keinen Fernseher zur Verfügung hat, kann die Nachrichten auch im ZDF-Live-Stream anschauen. Alternativ steht die ZDF-App zur Verfügung, die Apple-Kunden bei iTunes und Android-Nutzer im Google Play Store downloaden können.

Am Sonntagabend werden also auch in Deutschland schon erste Prognosen über den Ausgang der Frankreich-Wahlen im Fernsehen veröffentlicht und das Ergebnis eingeordnet. Bis dahin werden alle weiteren Fragen und Antworten zu den Wahlen in Frankreich hier beantwortet.

Wahl in Frankreich 2017: Das sind die Kandidaten der Stichwahl

Nach dem ersten Wahlgang am Sonntag, den 23. April, treten nun Emmanuel Macron und Marine Le Pen in einer Stichwahl gegeneinander an. Aktuelle Prognosen sagen einen Sieg von Macron voraus.

  • Emmanuel Macron: Umfragen sehen den erst 39-jährigen Macron bei einer Stichwahl gegen Le Pen bei 62 Prozent, womit er als Favorit des ersten Wahlgangs gilt. Der ehemalige Investmentbanker hat erst im vergangenen Jahr seine Partei „En Marche“ gegründet. Nun tritt er als unabhängiger Kandidat an und will das Links-Rechts-Schema durchbrechen. Der ehemalige Wirtschaftsminister von Präsident Francois Hollande ist sehr pro-europäisch eingestellt und würde wohl auf eine Zusammenarbeit mit Deutschland setzen.
  • Marine Le Pen: Die Rechtspopulistin Marine Le Pen von Front National kann dagegen den Umfragen zufolge bei der Stichwahl nur mit 38 Prozent der Stimmen rechnen. Im Gegensatz zu Macron ist sie eine leidenschaftliche EU-Gegnerin: Sie möchte in Frankreich den Euro abschaffen und das Schengen-Abkommen verlassen.

Wahl in Frankreich 2017: Diese Kandidaten galten als chancenreich, sind aber bereits ausgeschieden

  • Francois Fillon: Der Konservative Fillon erreichte bei dem ersten Wahlgang 19,9 Prozent der Stimmen und schied damit aus dem Rennen aus. Der 63-Jährige gilt als wirtschaftsliberal, wollte die 35-Stunden-Woche kippen und das gesetzliche Rentenalter anheben. Allerdings war der Konservative wegen einer Affäre um die Beschäftigung seiner Frau in der Kritik.
  • Jean-Luc Mélenchon: Der Linkspolitiker hat in den Wochen vor dem ersten Wahlgang deutlich aufgeholt. Mit 19,6 Prozent lag der Kandidat nach dem Wahlsonntag am Sonntag, den 23. April, allerdings nur auf Platz vier. Auch Mélenchon ist europa-kritisch, außerdem wollte er die Nato verlassen und aus der Atomenergie aussteigen.
  • Benoit Hamon: Abgeschlagen bei nur 6,4 Prozent war der Kandidat der sozialistischen Partei Hamon. Er warb unter anderem für ein bedingungsloses Grundeinkommen und wollte Bankengewinne zusätzlich besteuern.

Neben den vorgestellten Kandidaten bewarben sich noch sechs weitere Politiker auf das Präsidentschaftsamt. Auf der Homepage der Bundestagswahl 2017 gibt es weitere Informationen zu deren aktuellen Umfragewerten. 

Wahl in Frankreich 2017: So schlugen sich die Kandidaten in den TV-Debatten

Vor wenigen Wochen konzentrierte sich der französische Wahlkampf auf ein großes Fernsehereignis: Bei der letzten TV-Debatte stritten sich die Kandidaten im Fernsehen um die wichtigsten Wahlkampfthemen. Dabei polarisierte insbesondere das Thema Europäische Union. Während der Sozialliberale Macron und der Konservative Fillon die EU-Mitgliedschaft verteidigen, ist unter anderem Marine Le Pen für einen Ausstieg aus der Gemeinschaft.

Die Kandidaten waren sich darüber hinaus beispielsweise über das Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus uneinig. „Wir müssen unsere Grenzen wiederbekommen. Denn es ist absolut unmöglich, gegen den Terrorismus zu kämpfen, wenn wir nicht wissen, wer in unser Land kommt,“ sagt Le Pen zu diesem Streitpunkt.

Als Gewinner der Debatte schien die Linkspolitiker Mélenchon hervorzugehen: Laut einer Blitzumfrage hielten 25 Prozent der Zuschauer ihn für den überzeugendsten Kandidaten. Ihm folgte der momentane Favorit Macron, den 21 Prozent als besonders überzeugend einschätzen, und Fillon mit 15 Prozent. Zwei Wochen zuvor hatten sich bereits die fünf aussichtsreichsten Kandidaten zu einem TV-Duell getroffen. Dabei kam es zu einem heftigen Schlagabtausch zwischen den Favoriten Macron und Le Pen.

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