Ruandas Präsident Paul Kagame gibt in Kigali seine Stimme ab. Foto: Jerome Delay
1 von 6
Ruandas Präsident Paul Kagame gibt in Kigali seine Stimme ab. Foto: Jerome Delay
Rund elf Millionen Menschen leben in der dicht bevölkerten Republik knapp südlich des Äquators - rund 84 Prozent Hutu und 16 Prozent Tutsi. Foto: Jerome Delay
2 von 6
Rund elf Millionen Menschen leben in der dicht bevölkerten Republik knapp südlich des Äquators - rund 84 Prozent Hutu und 16 Prozent Tutsi. Foto: Jerome Delay
Wahllokal in Kigali. Zum dritten Mal seit dem Völkermord wählt Ruanda einen neuen Präsidenten. Foto: Jerome Delay
3 von 6
Wahllokal in Kigali. Zum dritten Mal seit dem Völkermord wählt Ruanda einen neuen Präsidenten. Foto: Jerome Delay
Eine Frau gibt in Kigali ihre Stimme ab. Kagame genießt in Ruanda große Popularität. Foto: Jerome Delay
4 von 6
Eine Frau gibt in Kigali ihre Stimme ab. Kagame genießt in Ruanda große Popularität. Foto: Jerome Delay
Der ruandische Präsident Paul Kagame tritt bei einer Wahlkampfkundgebung in Ngororero auf. Foto: Eric Murinzi
5 von 6
Der ruandische Präsident Paul Kagame tritt bei einer Wahlkampfkundgebung in Ngororero auf. Foto: Eric Murinzi
Menschen warten vor einem Wahllokal in Kigali darauf, ihre Stimme abgeben zu können. Foto: Jerome Delay
6 von 6
Menschen warten vor einem Wahllokal in Kigali darauf, ihre Stimme abgeben zu können. Foto: Jerome Delay

Staatschef Kagame Favorit

Ruanda wählt neuen Präsidenten

Millionen von Menschen stehen in dem ostafrikanischen Ruanda Schlange, um einen neuen Präsidenten zu wählen. Staatschef Paul Kagame kann mit großer Sicherheit eine dritte Amtszeit erwarten.

Kigali (dpa) - Zum dritten Mal nach dem Völkermord hat Ruanda einen neuen Präsidenten gewählt. Die Wahlen seien friedlich verlaufen, sagte ein Sprecher der Polizei, nachdem die Wahllokale am Nachmittag geschlossen wurden.

Der Wahlbehörde zufolge gaben rund 80 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Demnach werden noch heute vorläufige Ergebnisse bekanntgeben.

Der amtierende Staatschef Paul Kagame, der als sicherer Sieger gilt, gab seine Stimme in einer Grundschule in der Hauptstadt Kigali ab. Er erhielt bei den vergangenen zwei Präsidentschaftswahlen in dem ostafrikanischen Land jeweils über 90 Prozent der Stimmen. Den beiden Kagame-Herausforderern Philippe Mpayimana, ein unabhängiger Bewerber, und Frank Habineza von der Demokratischen Grünen Partei werden kaum Chancen eingeräumt. "Der Wahlprozess war transparent und ich werde das Ergebnis akzeptieren", sagte Mpayimana.

Unter Kagames Führung beendete die Patriotische Front Ruandas (RPF) 1994 den Genozid, in dem rund 800 000 Tutsi und gemäßigte Hutu getötet wurden. Seitdem ist der 59-Jährige Teil der politischen Führung, seit 2000 ist er Präsident. Er genießt Experten zufolge große Popularität und hat in dem kleinen Land für Stabilität und Wirtschaftswachstum gesorgt. Laut Transparency International ist Ruanda eins der am wenigsten korrupten Länder in Afrika.

Allerdings sind Menschenrechtlern zufolge Meinungsfreiheit und politische Oppositionsarbeit stark eingeschränkt. Unabhängige Medien und Menschenrechtsorganisationen existieren fast nicht mehr in dem Land, kritisierte Human Rights Watch.

Eigentlich war Kagame von einer dritten Amtszeit per Verfassung ausgeschlossen. In einem Referendum 2015 stimmten aber 98 Prozent von Ruandas Bevölkerung für eine Verfassungsänderung, die ihm ein Verbleiben im Amt bis 2034 ermöglicht.

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

SPD-Spitze geht auf GroKo-Skeptiker zu
Sollen sie es wirklich machen, oder lassen sie es lieber sein? Vieles spricht dafür, dass sich die SPD heute in Bonn zu Koalitionsverhandlungen mit der Union durchringt. …
SPD-Spitze geht auf GroKo-Skeptiker zu
US-Bundesregierung im Zwangsstillstand
Der US-Bundesregierung ist das Geld ausgegangen. Der Versuch, noch im letzten Moment einen Übergangshaushalt durch den Senat zu jagen, ist gescheitert. Der "Shutdown" …
US-Bundesregierung im Zwangsstillstand
Zahl der Asylsuchenden weiter zurückgegangen
Der amtierende Minister zeigt sich zufrieden. Die Flüchtlingszahlen gehen weiter zurück, unbearbeitete Asylanträge auch. Zu den Sondierungen zwischen Union und SPD will …
Zahl der Asylsuchenden weiter zurückgegangen
Papst Franziskus besucht Chile und Peru
Der Pontifex will in Südamerika Indios, Migranten, Diktaturopfer und Heimkinder treffen. Doch nicht alle sind von dem Besuch des katholischen Kirchenoberhaupts …
Papst Franziskus besucht Chile und Peru

Kommentare