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Florian Pronold wettert gegen Horst Seehofer.

Scharfe Attacke von Pronold

SPD: Seehofer "größtes Standortrisiko" für Bayern

Ansbach - Die bayerische SPD verschärft wegen fehlender Fortschritte in der Energiewende ihre Angriffe auf Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

Der Landesvorsitzende Florian Pronold sagte am Samstag auf dem kleinen SPD-Landesparteitag in Ansbach: „Der Ministerpräsident ist das größte Standortrisiko für Bayern.“ Seehofer habe die Energiewende in Bayern allein machen wollen und fahre sie nun an Wand. In der bayerischen Auto - oder Chemieindustrie drohten große Arbeitsplatzverluste: „Wenn er die Energiewende weiter im Chaos macht, werden diese Arbeitsplätze nach China wandern“, sagte Pronold vor gut 100 Delegierten und 60 Gästen.

Seit dem Amtsantritt der großen Koalition von CDU, CSU und SPD vor einem Jahr war dies die schärfste Attacke des SPD-Bundestagsabgeordneten Pronold auf den CSU-Vorsitzenden. Wie die Staatsregierung den bayerischen Strombedarf nach der Abschaltung des letzten Atomkraftwerks 2022 decken will, ist noch unklar. Der SPD-Landesvorsitzende Pronold ist als Parlamentarischer Staatssekretär im Umweltministerium Mitglied der Koalitionsregierung.

Hauptthema des kleinen Landesparteitags sollen die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeits- und Lebenswelt sein. Nach einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid käme die bayerische SPD derzeit auf 18 Prozent.

dpa

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