+
Am Montag haben Fernfahrer den Verkehr auf zahlreichen  Fernstraßen lahmgelegt.

In Polen

Straßenblockaden: Fernfahrer protestieren gegen deutschen Mindestlohn

Warschau/Zgorzelec - Mit Schleichtempo und Straßenblockaden haben polnische Fernfahrer am Montag den Verkehr auf zahlreichen Fernstraßen lahmgelegt.

Betroffen waren auch Grenzübergangsorte wie Zgorzelec an der Grenze zu Sachsen. Mit ihrer Aktion protestieren sie gegen die Einführung des Mindestlohns in Deutschland und seine Auswirkungen auf polnische Transportfirmen. Die Unternehmen sehen sich wirtschaftlich bedroht, wenn sie ihren Fahrern für Lieferungen nach oder aus Deutschland den deutschen Mindestlohn zahlen müssen.

„Wir werden vom Kostenanstieg erdrückt“, sagte Jan Buczek, Vorsitzender des Verbands der Fernspediteure, der die Protestaktion organisierte. Er rechnete landesweit bis zum Abend mit etwa 2000 Teilnehmern.

„Die Geduld der Transportunternehmen ist erschöpft“, hieß es in einer Mitteilung auf der Verbandswebseite. Die Spediteure warfen der Bundesregierung vor, mit den Vorschriften zum gesetzlichen Mindestlohn europäisches Recht zu brechen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

ZDF-„Politbarometer“: SPD verliert weiter an Zustimmung
Bis zum Wahltag will der SPD-Kanzlerkandidat Schulz unverzagt kämpfen, das hatte er angekündigt. Eine Umfrage dürfte ihm wenig Freude bereiten.
ZDF-„Politbarometer“: SPD verliert weiter an Zustimmung
Weitere Festnahme nach Londoner U-Bahn-Anschlag
Hinter dem U-Bahn-Anschlag in London könnte ein ganzes Netzwerk stecken. Die Polizei nahm einen weiteren Verdächtigen fest.
Weitere Festnahme nach Londoner U-Bahn-Anschlag
UN-Versammlung: Gabriel wettert gegen Trumps „nationalen Egoismus“
Bei seiner Rede vor der UN-Generalversammlung hat der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel klare Worte gefunden und die Politik des US-Präsidenten Donald Trump …
UN-Versammlung: Gabriel wettert gegen Trumps „nationalen Egoismus“
175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen
Deutlich mehr Pflege - das bringt die jüngste Reform. Die Erwartungen scheinen sogar übertroffen zu werden.
175 000 mehr Menschen erhalten Pflegeleistungen

Kommentare