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Söder hängte das Kruzifix im Eingangsbereich der Staatskanzlei selbst auf.

Streit um Kruzifixe 

Lindner vergleicht Söder mit Erdogan - Studenten: „Wir werden diese Dinger nicht aufhängen!“

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Es brodelt im Freistaat: Vertreter der Opposition sind gegen die Kruzifix-Anordnung von Ministerpräsident Söder. Auch aus der Studentenschaft kommt Unverständnis. 

Regensburg/München - Auf Wunsch der bayerischen CSU-Staatsregierung sollen ab dem 1. Juni in allen öffentlichen Gebäuden, Ämtern und Behörden des Freistaats Kruzifixe hängen. Ministerpräsident Markus Söder versteht das als Bekenntnis zur bayerischen Identität und kulturellen Prägung des Landes, es soll aber kein religiöses Zeichen sein und deshalb nicht gegen das Neutralitätsverbot des Staates verstoßen, erklärte Söder. Gleichzeitig hing er am Dienstag ein von Kardinal Friedrich Wetter geweihtes Kreuz in den Eingangsbereich der bayerischen Staatskanzlei auf. 

Die Meldung im Nachrichten-Video ab 1:07

Zivilen Ungehorsam angedroht

Kritik kommt nicht nur aus den Oppositionsparteien im Landtag, auch der Regensburger Studentensprecher Tarek Carls (22) sieht das Vorhaben mehr als kritisch. "Wir leben auf dem Campus eine Kultur der Diversität. Für mich besteht absolut nicht der Bedarf, eine Religion zu bevorzugen“, erklärte er gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Auf Anfrage der Mittelbayerischen Zeitung führte er aus, dass die Uni ein weltanschaulich neutraler Ort sei.. Auf dem Campus werde Liberalität gelebt. Der 22-jährige Psychologie-Student droht mit Widerstand in Form von zivilem Ungehorsam: „Weil wir diese Dinger einfach nicht aufhängen werden!“

Vergleich mit Erdogan

Grünen-Landesvorsitzende Sigi Hagl forderte von der CSU gelebte Barmherzigkeit und Nächstenliebe im politischen Alltag, „statt Kruzifixe an Behördenwände zu nageln“. Christian Lindner twitterte, das Vorgehen der Landesregierung erinnere ihn an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Der FDP-Chef kritisierte, dass Religionen für die Parteipolitik instrumentalisiert werden würden. Zuvor wurde der CSU bereits vorgeworfen, durch die Islam-Debatte in Deutschland integrierte Muslime auszugrenzen.

Wirbel an der Uni Würzuburg: Studentin soll auf Aufforderung der Professorin ihr Kopftuch ablegen (merkur.de*)

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