+
In Idomeni harren weiter Flüchtlinge aus, darunter viele Kinder.

Protest in Idomeni gegen Grenzschließung

Flüchtlingskinder werfen Blumen über den Grenzzaun

Idomeni - Aus Protest gegen die andauernde Schließung der Balkanroute haben Dutzende Migrantenkinder in Idomeni Blumen über den mazedonischen Grenzzaun geworfen.

„Öffnet die Grenzen“, riefen die Kinder am Dienstag nach den Berichten von Augenzeugen. Auf der mazedonischen Seite hatten die Behörden starke Einheiten der Bereitschaftspolizei zusammengezogen. Der Protest endete laut dem griechischen Fernsehen friedlich.

Im behelfsmäßigen Flüchtlingslager im nordgriechischen Idomeni harren fast 12.000 Schutzsuchende aus. Die Grenze ist seit knapp vier Wochen geschlossen und die früher massenhaft genutzte Balkanroute für Flüchtlinge damit dicht.

Auch auf der Insel Lesbos protestierten hinter dem Zaun des dortigen Aufnahmelagers bei Moria rund 100 überwiegend aus Pakistan und Bangladesch stammende Migranten gegen ihre geplante Rückführung in die Türkei, wie das griechische Fernsehen berichtete.

Lager soll bis zum Wochenende geräumt sein

Die griechische Regierung will bis zum Wochenende die beiden großen provisorischen Flüchtlingslager im Hafen Piräus sowie bei Idomeni an der Grenze zu Mazedonien räumen. Die Migranten werden in arabischer Sprache aufgefordert, mit bereitgestellten Bussen in die offiziellen Auffanglager zu fahren, meldete das Staatsfernsehen (ERT). Reporter vor Ort berichteten am Dienstag jedoch, Aktivisten rieten den Flüchtlingen, den Aufforderungen nicht zu folgen.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel und Gentiloni: „Das sind die großen Aufgaben“
Berlin - Deutschland und Italien wollen angesichts des wachsenden Rechtspopulismus und der Unklarheiten über den Kurs des künftigen US-Präsidenten Donald Trump eng bei …
Merkel und Gentiloni: „Das sind die großen Aufgaben“
Höcke löst mit Kritik an Holocaust-Gedenken Empörung aus
Björn Höcke ist für gezielte Provokationen bekannt. Schon oft hat sich der Thüringer AfD-Chef mit rechten Sprüchen hervorgetan. Mit einer Rede in Dresden testet er …
Höcke löst mit Kritik an Holocaust-Gedenken Empörung aus
Einreise ohne Ausweis: BAMF prüft keine Handys
München - Das BAMF überprüft Handys von Asylsuchenden nicht. Dabei könnten sie Aufschluss über Herkunft und Identität geben, wenn sie keine Ausweispapiere besitzen. Das …
Einreise ohne Ausweis: BAMF prüft keine Handys
Innenpolitiker: Aufenthaltsort von drei Gefährdern ist unbekannt
Berlin - Von den 547 bekannten islamistischen „Gefährdern“ in Deutschland sind aktuell drei vom Radar der Behörden verschwunden.
Innenpolitiker: Aufenthaltsort von drei Gefährdern ist unbekannt

Kommentare