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Fast die Hälfte der FPÖ-Abgeordneten im Nationalrat ist Mitglied in Burschenschaften. Foto: Georg Hochmuth

Nach Skandal um Liedtexte

Proteste gegen Akademikerball der FPÖ

Wien (dpa) - In Wien haben nach Angaben der Polizei rund 8000 Menschen gegen den Akademikerball der rechten FPÖ demonstriert. Zu Zwischenfällen oder zu den befürchteten gewalttätigen Auseinandersetzungen kam es bis zum frühen Abend nicht.

Die Polizei hatte 3000 Beamte und auch Wasserwerfer in Bereitschaft. An dem Ball, der von vielen Burschenschaftern aus ganz Europa besucht wird, nahm auch Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache teil.

Strache will auf der von 2500 Gästen besuchten Veranstaltung daran erinnern, dass Antisemitismus in der FPÖ keinen Platz habe. Der Holocaust sei Verpflichtung und Verantwortung in Gegenwart und Zukunft. "Wer das anders sieht, soll aufstehen und gehen. Er ist bei uns nicht erwünscht", so Strache bereits im Vorfeld.

Anlass ist ein Skandal um Nazi-Liedtexte in einer österreichischen Burschenschaft, deren Vizechef der aktuelle FPÖ-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Niederösterreich, Udo Landbauer, war. Landbauer selbst hat sich von dem Text, der zum Judenmord aufruft, distanziert. Die FPÖ ist stark in den Kreisen deutsch-nationaler Burschenschaften verankert.

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