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Anhänger der rechtsradikalen "Identitären Bewegung" in Berlin. 

Rechtsradikale Gruppierung

Rund 1400 Menschen demonstrieren in Berlin gegen "Identitäre"

Mit der Besetzung des Brandenburger Tores sorgte die rechtsextreme Gruppe "Identitäre Bewegung" für Aufsehen. Nun demonstriert sie in Berlin. Dagegen gibt es Widerstand.

Berlin - Rund 1400 Menschen haben unter dem Motto "Zukunft Europa - Für die Verteidigung unserer Identität, Kultur und Lebensweise" in Berlin gegen eine Demonstration der rechtsextremen "Identitären Bewegung" protestiert. Verschiedene linke Gruppen und Initiativen hatten dazu aufgerufen.

Bei der Gegendemonstration hielten Teilnehmer ein Banner in Händen, auf dem "Solidarität statt rechter Hetze" stand. Zeitweise wurden rechte Demonstranten auch blockiert. Die Polizei schritt mit einem Großaufgebot ein. Am Rande habe es Festnahmen gegeben, sagte ein Polizeisprecher.

Die "Identitäre Bewegung", die sich gegen eine angebliche "Überfremdung" durch Einwanderer wendet und wegen ihrer völkischen Ideologie vom Verfassungsschutz beobachtet wird, wollte bis zum Hauptbahnhof laufen. Angemeldet waren 1000 Teilnehmer, die Polizei sprach von mehreren Hundert. Sie trugen einheitlich gelb-schwarze Fahnen mit dem Logo der Bewegung.

Im vergangenen August besetzte die Gruppierung kurzzeitig das Brandenburger Tor. Im Mai versuchten rund 50 Anhänger, sich Zutritt zum Bundesjustizministerium zu verschaffen. Sie protestierten gegen den Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD) gegen Hass und Hetze im Internet.

Justizminister Maas kritisiert Aufmarsch der Identitären Bewegung

Maas ist seit längerem eine Feindfigur für die rechte Szene. Dem "Tagesspiegel" (Sonntag) sagte er: "Die Identitären sind keine "Bewegung", sie sind eine extrem radikale und rassistische Minderheit." Der Justizminister verurteilte den Aufmarsch der Gruppierung am 64. Jahrestag des Arbeiteraufstands am 17. Juni in der DDR scharf. Damals seien die Menschen in der DDR gegen echte gesellschaftliche Missstände auf die Straße gegangen, sagte Maas. "Den Mut zur Freiheit der Menschen von damals können wir gar nicht genug ehren und würdigen. Viele mussten dafür einen sehr hohen Preis bezahlen." Heute gelte es, die gesellschaftliche Vielfalt und Offenheit immer aufs Neue zu behaupten und friedlich zu verteidigen.

dpa/afp

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