+
Kampfhandlung nahe der türkischen Grenze. Mit türkischer Unterstützung haben syrische Rebellen den symbolisch bedeutenden Ort Dabik in Nordsyrien von der IS erobert. Foto: Sedat Suna/Symbol

Dabik befreit

Protürkische Rebellen erobern symbolträchtigen Ort vom IS

Sogar sein Propagandamagazin hatte der IS nach dem Ort benannt, aus dem er nun fliehen musste. Im Kampf gegen die Dschihadisten hat Dabik einen hohen symbolischen Wert.

Damaskus (dpa) - Mit türkischer Unterstützung haben syrische Rebellen den symbolisch bedeutenden Ort Dabik in Nordsyrien von dem IS erobert. Die Dschihadisten hätten sich aus dem mythisch aufgeladenen Dabik zurückgezogen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die Straßen und Häuser würden nach letzten Widerstandsnestern der Dschihadisten durchkämmt. Auch zwei weitere Dörfer im Umland seien eingenommen worden. Auch die türkische Armee verkündete die Einnahme.

Dabik, nördlich der umkämpften Großstadt Aleppo, hat für den IS eine besondere Bedeutung. Seit der Einnhame des Ortes nahe der türkischen Grenze im Jahr 2014 beschworen die Extremisten seinen mythischen Charakter. Nach islamischer Lehre wird der Endkampf zwischen Muslimen und ihren Feinden vor dem Jüngsten Tag womöglich in Dabik oder Amak stattfinden. Die Terrormiliz erkannte den symbolischen Wert und benannte etwa ihr Internetmagazin danach dem Ort.

Die Türkei war zusammen mit verbündeten Rebellen im August in Syrien vorgestoßen, um sowohl die Dschihadisten als auch die kurdischen Truppen südlich seiner Grenze zu bekämpfen. Die türkischen Streitkräfte beteiligen sich den Menschenrechtlern zufolge mit Panzern und Kampfjets am Vorstoß gegen den IS.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte, in Nordsyrien solle eine 5000 Quadratkilometer große "sichere Zone" geschaffen werden. Am Samstag hatten protürkische Verbände eine große Offensive auf Dabik gestartet.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Macron will Flüchtlingszentren auf Libyen - und zwar bald
Emmanuel Macron will in den nächsten Monaten „Hotspots“ für Flüchtlinge in Libyen einrichten - notfalls auch ohne die Unterstützung der EU.
Macron will Flüchtlingszentren auf Libyen - und zwar bald
Dieser Fehler könnte der AfD den Einzug in den Bundestag kosten
Ein Formfehler könnte dazu führen, dass die AfD bei den Bundestagswahlen nicht auf den Stimmzetteln der NRW-Wähler steht. Kostet der Partei das womöglich den Einzug in …
Dieser Fehler könnte der AfD den Einzug in den Bundestag kosten
Schulz: EU muss in Flüchtlingspolitik solidarischer sein
Martin Schulz schlägt sich in der Migrationskrise auf die Seite Italiens und fordert mehr Solidarität und Hilfe für den Mittelmeer-Staat. Den Vorwurf, sein Kurzbesuch …
Schulz: EU muss in Flüchtlingspolitik solidarischer sein
US-Senator warnt Trump vor dem „Anfang vom Ende“
Das politische Washington ist unruhig. Ausgerechnet ein wichtiger republikanischer Senator warnt Donald Trump jetzt vor einem Angriff auf Sonderermittler Mueller.
US-Senator warnt Trump vor dem „Anfang vom Ende“

Kommentare