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Bei einem Anschlag waren am 14. Februar 2005 der frühere libanesische Regierungschefs Rafik Hariri und 22 weitere Menschen ums Leben gekommen, darunter ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter.

Anschlag zu Beginn

Prozess um Hariri-Attentat hat begonnen

Den Haag - Fast neun Jahre nach dem tödlichen Bombenanschlag auf den libanesischen Ex-Ministerpräsidenten Hariri hat jetzt der Prozess begonnen - parallel gab es einen neuen Anschlag.

Bei einem Sprengstoffanschlag in einer Hochburg der libanesischen Schiiten-Bewegung Hisbollah sind drei Menschen ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Kommandeur der libanesischen Armee. Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes hatte zunächst von fünf Toten gesprochen. Der Sprengsatz detonierte in einem Auto, das vor einer Bank in der nordöstlichen Stadt Hermel geparkt worden war. Vier der insgesamt 43 Verletzten seien in kritischem Zustand, hieß es. Der Sprengsatz detonierte am Donnerstag wenige Minuten vor Beginn des Prozesses gegen vier mutmaßliche Mörder des früheren libanesischen Regierungschefs Rafik Hariri.

Die angeklagten Libanesen sind Mitglieder der Hisbollah. Keiner von ihnen wurde bisher verhaftet. Der Ankläger des Libanon-Sondertribunals in Den Haag sagte, den Drahtziehern des Attentates sei es nicht gelungen, alle Beweise zu vernichten. Bei dem Anschlag waren am 14. Februar 2005 Hariri und 22 weitere Menschen ums Leben gekommen, darunter ein mutmaßlicher Selbstmordattentäter.

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Hariris Sohn Saad Hariri war zum ersten Prozesstag angereist. Er sagte: „Dies ist ein historischer Tag, der für die Gerechtigkeit im Libanon eine neue Seite aufschlägt.“ Die Hisbollah bestreitet ihre Beteiligung an dem Sprengstoffattentat auf Hariri.

Die Beziehungen zwischen der Hisbollah und ihren politischen Gegnern sind momentan sehr angespannt, weil Hisbollah-Milizionäre im syrischen Bürgerkrieg das Regime von Präsident Baschar al-Assad unterstützen. Erst vor zwei Wochen waren bei einem Anschlag in einer Hisbollah-Hochburg in Beirut sechs Menschen getötet worden.

dpa

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