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Quim Torra und Carles Puigdemont in Berlin

Ziel: Unabhängigkeit

13.000 Mitgliedsanträge in wenigen Stunden: Puigdemonts neue Bewegung kommt gut an

Aus dem Exil gründet der ehemalige Regionalpräsident Kataloniens, Carles Puigdemont, eine neue separatistische Bewegung. Das Ziel ist eine katalanische Republik.

Update vom 17. Juli: Puigdemonts neue separatistische Bewegung erfreue sich riesigen Zulaufs, berichten spanische Medien am Dienstag unter Berufung auf separatistische Politiker. Bereits in den ersten beiden Stunden nach der Verlesung eines Manifests bei einem Festakt in Barcelona am Montagabend hätten rund 3500 Interessenten um Mitgliedschaft gebeten. Bis zum Dienstagmorgen seien es schon 13.000 gewesen.

Puigdemont ruft neue katalanische Separatistenbewegung ins Leben

Barcelona - Der frühere katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont und sein Nachfolger Quim Torra haben am Montag eine neue separatistische Bewegung aus der Taufe gehoben. Unter dem Namen „Crida Nacional per la República“ (Nationaler Ruf nach der Republik) soll die Organisation dazu dienen, auf die Gründung einer eigenständigen katalanischen Republik hinzuarbeiten. Das berichteten mehrere spanische Medien am Montagabend.

An einem Festakt im Barcelona, bei dem ein entsprechendes Manifest verlesen wurde, nahm der 55 Jahre alte Puigdemont per Videoschalte teil. Er forderte alle Interessenten auf, sich der Bewegung anzuschließen.

Puigdemont war im Herbst im Zuge eines verbotenen Unabhängigkeitsreferendums ins Ausland geflohen und hält sich derzeit in Deutschland auf. „Das Volk hat dem Mandat (des Referendums) immer die Treue gehalten und trotz aller Schwierigkeiten nicht nachgegeben“, sagte Puigdemont. „Wir müssen weiterkämpfen, uns der ungerechtfertigten Repression stellen und uns weiter in Richtung einer katalanischen Republik bewegen.“

Nach dem Referendum war Puigdemont von der spanischen Zentralregierung in Madrid abgesetzt worden und mit mehreren Mitstreitern ins Exil geflüchtet. Weitere katalanische Spitzenpolitiker sitzen seit dem Herbst in U-Haft. Dennoch hatten die Separatisten bei einer Neuwahl im Dezember erneut die Mehrheit errungen. Damals war Puigdemont noch mit dem Wahlbündnis Junts per Catalunya angetreten - dieses könnte Medienberichten zufolge nun in der neuen politischen Bewegung aufgehen.

Die Justiz in Schleswig-Holstein will den Politiker wegen des Vorwurfs der Veruntreuung an Spanien ausliefern - aber nicht wegen Rebellion, dem Hauptvorwurf der spanischen Justiz. Ein Richter in Madrid muss über das weitere Vorgehen entscheiden.

dpa/fn

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