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Die Punkrockband "Die Kassierer": Ihr Frontman Wolfgang Wendland (2.v.li) will jetzt ins Rathaus der Stadt Bochum einziehen.

Die Bühne verlässt er nie nüchtern

Punkrocker will Oberbürgermeister werden

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Bochum - Bekannt ist er als Punkrock-Sänger, der die Bühne nie nüchtern verlässt. Jetzt will der 52-jährige Wolfgang Wendland in der Politik groß rauskommen - er möchte für den Posten als Bochumer Bürgermeister kandidieren.

Im Raum Bochum ist der hartgesottene Musiker kein unbeschriebenes Blatt. Bei den Auftritten seiner Punkrock-Formation fällt Wolfgang Wendland durch hemmungslose Einlagen auf. Die Bühne verlässt er niemals nüchtern - und meistens auch nur noch dürftig bekleidet.

Den größten Erfolg landeten Wendland und seine Band bisher mit dem Song "Das Schlimmste ist, wenn das Bier aus ist".

Was den 52-jährigen Kandidaten als künftigen Rathauschef qualifiziert, ist bisher noch nicht ganz klar. Die Songs Wendlands (Texte wie „Arbeit ist scheiße“ und „Blumenkohl am Pillemann“) lassen dazu jedenfalls eher nichts erkennen.

An den Start geht der Bewerber in Bochum mit einem Wahlprogramm, das aus 13 Worten besteht. Da ist die Rede von "mehr Transparenz", ein anderen Punkt heißt: "Steht noch nicht fest".

Ob vielen Bochumern angesichts der politischen Ambitionen des punkigen Möchtegern-Oberbürgermeisters ihre kommunale Wahlentscheidung tatsächlich schwer fallen wird, ist noch eine offene Frage. Zur Zeit sammelt die Punk-Röhre von "Die Kassierer" noch Unterschriften, damit er sich überhaupt aufstellen lassen kann.

Nicht nur punkrockig sondern auch politisch hat Wendland immerhin schon eine gewisse Erfahrung aufzuweisen. Er war fünf Jahre lang aktiv in der Bezirksvertretung Bochum-Wattenscheid, wo er sich unter anderem für Obdachlose stark gemacht hat.

Es könnte spannend werden in Bochum, "tief im Westen, wo die Sonne verstaubt", wie ein anderer singender Promi aus der Stadt einmal (sehr erfolgreich) ins Mikrofon röhrte.

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