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Jekaterina Samuzewitsch von Pussy Riot sieht sich in ihrer Ehre gekränkt.

Schadenersatz von Ex-Anwälten

Pussy-Riot-Mitglied klagt auf 50.000 Euro

Moskau - Jekaterina Samuzewitsch (31) von der kremlkritischen Punkband Pussy Riot hat ihre früheren Anwälte auf zwei Millionen Rubel (rund 50.000 Euro) Schadenersatz verklagt.

Die Aktivistin werfe den drei Juristen vor, sie mit kritischen Kommentaren in ihrer Ehre gekränkt zu haben, teilte ein Gericht in der russischen Stadt Elektrostal bei Moskau am Dienstag mit.

Samuzewitsch sagte dem Radiosender Kommersant FM, sie schütze lediglich ihre Rechte. Die verklagte Anwältin Violetta Wolkowa warf der jungen Frau hingegen vor, wegen finanzieller Probleme mit einer PR-Kampagne ihre Bekanntheit erhöhen zu wollen.

Samuzewitsch war vor einem Jahr - am 17. August 2012 - gemeinsam mit Nadeschda Tolokonnikowa (23) und Maria Aljochina (25) in einem international kritisierten Prozess wegen „Rowdytums aus religiösem Hass“ zu je zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Im Gegensatz zu ihren Mitstreiterinnen wurde Samuzewitschs Strafe später überraschend zur Bewährung ausgesetzt. Die Frauen hatten in der wichtigsten orthodoxen Kathedrale in Moskau gegen die Rückkehr von Wladimir Putin ins Präsidentenamt protestiert.

dpa

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