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Russlands Präsident Wladimir Putin bei seiner Neujahrsansprache im Fernsehen.

Neujahrsansprache

Putin kündigt "Vernichtung" von Terroristen an

Chabarowsk - Nach den beiden Selbstmordanschlägen im südrussischen Wolgograd  mit 34 Toten hat Präsident Wladimir Putin  die "totale Vernichtung" aller "Terroristen" angekündigt.

"Wir verneigen uns vor den Opfern der schrecklichen Terrorakte", sagte Putin in einer Neujahrsansprache aus Chabarowsk im fernen Osten Russlands, das er überraschend besuchte. Der "harte Kampf gegen die Terroristen" werde bis zu deren "totalen Vernichtung" fortgesetzt.

Bei dem ersten Attentat vor dem Bahnhof des ehemaligen Stalingrad waren am Sonntag 16 Menschen getötet worden, bei der Explosion in einem Bus am Montag gab es 18 Tote, wie die Behörden am Dienstag mitteilten. Putin hatte als Reaktion eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land angeordnet. Moskau vermutet hinter den Attentaten islamistische Rebellen, bekannt hat sich zu den Anschlägen bisher niemand.

Überschattet wurde die Neujahrsansprache von einer "technischen Panne", wie Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Rundfunksender Moskauer Echo sagte. Im Abstand weniger Stunden wurden zwei verschiedene Versionen der Neujahrsansprache gesendet - ein für die ansonsten minutiös arbeitende Kreml-Öffentlichkeitsarbeit seltener Patzer.

Die Zuschauer in den fernöstlichen Regionen Kamschatka, Schukota und Magadan, die acht Stunden vor der Region Moskau ins neue Jahr starteten, bekamen eine ältere Aufzeichnung aus dem Kreml zu sehen. Später flog Putin nach Chabarowsk. In Chabarowsk habe der Präsident eine neue Ansprache gehalten, die laut Peskow "nicht lange vorher" vorbereitet wurde. Putin wollte mit seiner Reise in die Region an der Grenze zu China nach eigenen Worten Solidarität mit den Opfern der Überschwemmungen zeigen, die dort im Sommer weite Landstriche zerstört hatten.

AFP

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