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Der russische Präsident Wladimir Putin hat weitere Milliardenhilfen an das finanziell angeschlagene Nachbarland Ukraine vorerst auf Eis gelegt.

"Lassen wir uns Zeit"

Ukraine: Putin legt Milliardenhilfen auf Eis

Moskau - Der russische Präsident Wladimir Putin hat weitere Milliardenhilfen an das finanziell angeschlagene Nachbarland Ukraine vorerst auf Eis gelegt.

„Lassen wir uns Zeit, bis die neue Regierung in der Ukraine steht“, sagte er am Mittwoch bei einem Treffen mit Regierungschef Dmitri Medwedew. Russland habe von den im Vorjahr in Aussicht gestellten 15 Milliarden Dollar bereits drei Milliarden Dollar nach Kiew überwiesen und wolle seine Zusagen einhalten, unterstrich Putin.

Medwedew sagte, die Umsetzung müsse „bedacht“ erfolgen. Erst müsse die Entwicklung des Machtkampfs in Kiew klar sein. „Wir können nur bedacht handeln, wenn wir wissen, welche Wirtschaftspolitik die neue Regierung verfolgt, wer in ihr sitzen wird und welches ihre Prinzipien sein werden“, sagte Medwedew. „Das ist vernünftig“, sagte Putin. Die prorussische ukrainische Regierung war am Dienstag auf Druck der proeuropäischen Opposition geschlossen zurückgetreten.

Anlass der seit November andauernden Massenproteste in der Ukraine war die Abkehr von Präsident Viktor Janukowitsch von einem bereits ausgehandelten EU-Assoziierungsabkommen. Doch richtete sich der Widerstand rasch allgemein gegen seine Regierung. In der Zwischenzeit erhielt Janukowitsch die Zusage für Milliardenkredite von Russland.

Putin hatte beim EU-Russland-Gipfel am Dienstag in Brüssel gesagt, dass Moskau am Kredit von 15 Milliarden Dollar (rund elf Milliarden Euro) und an Rabatten beim Gaspreis für Kiew festhalten wolle. Es gehe darum, damit den „einfachen Bürgern der Ukraine zu helfen“.

dpa

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