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Butscha-Massaker: Folterkammer in Kinder-Sanatorium? Biden schießt erneut gegen Putin - „Der Kerl ist brutal“

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Von: Patrick Huljina, Katharina Haase

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Die Bilder aus dem Kiewer Vorort Butscha sorgten für Entsetzen im Ukraine-Krieg. Der ukrainische Außenminister hat Zweifler nun dazu eingeladen, den Ort des Schreckens zu besuchen.

Update vom 5. April, 6.25 Uhr: Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat alle Kollegen, die an der Wirkung neuer Sanktionen gegen Russland zweifelten, zu einem Besuch des Kiewer Vororts Butscha eingeladen. Dort haben russische Truppen nach bisherigen Ermittlungen viele Zivilisten getötet. Die Einladung gelte vor allem für einige nicht genannte Angehörige der Gruppe G7, sagte Kuleba am Montag nach einem Treffen mit der britischen Außenministerin Liz Truss in Warschau. „Ich weiß, dass es einige Mitglieder der G7 gibt, die immer noch am Sinn weiterer Sanktionen gegen Russland zweifeln“, wurde Kuleba von der Agentur Unian zitiert.

Kriegsverbrechen in Butscha: Zweifler sollen mit eigenen Augen hinsehen

„Daher lade ich diese Kollegen ein, noch vor ihrem Ministertreffen am Donnerstag Butscha zu besuchen, um jegliche Zweifel zu zerstreuen“, sagte Kuleba. Neben den Außenministern seien auch andere Mitglieder ihrer jeweiligen Regierungen willkommen. „Halbe Maßnahmen reichen nicht mehr aus“, sagte Kuleba und bekräftigte seine Forderung nach „strengsten Sanktionen“ gegen Moskau. Zur G7 gehören Deutschland, Großbritannien, Kanada, die USA sowie Japan, Italien und Frankreich.

Die Bilder aus dem Kiewer Vorort Butscha, wo nach dem Abzug russischer Truppen Dutzende Leichen von Bewohnern auf den Straßen gefunden worden waren, hatten am Wochenende international für Entsetzen gesorgt. Die Ukraine macht für das Massaker russische Truppen verantwortlich, die die Stadt bis vor kurzem besetzt hatten. Moskau bestreitet das.

Update vom 4. April, 22.18 Uhr: Nach den Gräueltaten in der ukrainischen Stadt Butscha will die US-Regierung noch in dieser Woche neue Sanktionen gegen Russland ankündigen. Die Abstimmung dazu mit Verbündeten und Partnerstaaten laufe derzeit, sagte US-Präsident Joe Bidens Nationaler Sicherheitsberater, Jake Sullivan, am Montag im Weißen Haus. Er wollte keine Einzelheiten zu den geplanten oder erwogenen neuen Strafmaßnahmen nennen.

Nach Deutschland verweist auch Frankreich große Zahl russischer Diplomaten des Landes

Update vom 4. April, 20.40 Uhr: Auch Frankreich will eine große Zahl russischer Diplomaten ausweisen, deren „Aktivitäten französischen Sicherheitsinteressen widersprechen“. Der Schritt erfolge im Rahmen einer europäischen Vorgehensweise, teilte das Außenministerium in Paris am Montagabend mit. Nach Angaben aus Ministeriumskreisen sollen 35 russische Diplomaten das Land verlassen.

In der Vorwoche hatten bereits mehrere Partnerländer im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg russische Diplomaten ausgewiesen - unter anderem die USA, die Niederlande, Polen, Bulgarien, die Slowakei, Tschechien, Irland und Belgien. Deutschland traf diese Entscheidung am Montag als Reaktion auf die Gräueltaten in Butscha.

Reaktion auf Gräueltaten in Butscha: Deutschland weist 40 russische Diplomaten aus

Update vom 4. April, 19.44 Uhr: Nach den Gräueltaten in der ukrainischen Stadt Butscha bereitet der Westen verschärfte Sanktionen gegen Russland vor. Deutschland wies am Montag 40 russische Diplomaten aus und kündigte weitere Waffenlieferungen an die Ukraine an. Die EU-Staaten bereiteten neue konzertierte Wirtschaftssanktionen vor. Die Bundesregierung schloss ein Gasembargo allerdings weiterhin aus.

Bundesregierung: „Russland hält sich nicht an die Regeln, die auch im Krieg gelten“

Nach dem Massaker an Zivilisten in der ukrainischen Ortschaft Butscha hat Luise Amtsberg, Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, die Taten als „Kriegsverbrechen“ bezeichnet. „Die Bilder, die uns erreichen, und zeigen, wie die Menschen hingerichtet wurden, lassen daran keinen Zweifel“, so Amtsberg im Fernsehsender phoenix. Für sie stehe fest, dass sich internationale Strafverfolger und Anklagebehörden mit den russischen Verbrechen befassen müssten. „Die Rolle der Menschenrechtsverletzungen ist sehr lang.“ Dazu zähle die Belagerung von Städten, der Versuch, die Zivilgesellschaft auszuhungern und humanitäre Hilfe nicht durchzulassen. „Russland hält sich nicht an die Regeln, die auch im Krieg gelten“, meinte Amtsberg.

US-Präsident Joe Biden über Wladimir Putin: „Er sollte zur Rechenschaft gezogen werden!“

Update vom 4. April, 17.09 Uhr: Nach den Gräueltaten in der ukrainischen Stadt Butscha hat US-Präsident Joe Biden gefordert, den russischen Staatschef Wladimir Putin wegen Kriegsverbrechen vor Gericht zu stellen. „Er sollte zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte Biden am Montag im Garten des Weißen Hauses. „Dieser Kerl ist brutal. Es ist abscheulich, was in Butscha passiert, und alle haben es gesehen“, sagte Biden. Es handle sich um ein Kriegsverbrechen. Untersuchungen müssten nun „alle Details“ dokumentieren, „damit es einen Prozess wegen Kriegsverbrechen geben kann“, sagte Biden.

Der Präsident erklärte zudem, die USA würden ihre Sanktionen gegen Russland wegen des Angriffskriegs in der Ukraine weiter verschärfen. „Ich werde weiter Sanktionen hinzufügen“, sagte Biden. Zudem würden die USA die Ukraine auch weiter mit Waffen für den Kampf gegen die russischen Angreifer versorgen, sagte er.

Update vom 4. April, 16.40 Uhr: Die hohe Kommissarin für Menschenrechte der UN, Michelle Bachelet, hat unabhängige Untersuchungen zu möglichen Kriegsverbrechen an Zivilisten in der ukrainischen Stadt Butscha gefordert. „Es sollte alles getan werden, um Beweise zu sichern“, sagte die Hochkommissarin am Montag in Genf. Alle Leichen sollten exhumiert, identifiziert und untersucht werden. Berichte aus Butscha und anderen Gegenden würden „schwerwiegende und beunruhigende Fragen über mögliche Kriegsverbrechen“ und andere Rechtsverletzungen aufwerfen, sagte Bachelet.

„Für Wahrheit, Gerechtigkeit und Rechenschaft muss alles unternommen werden, um die Vorgänge in Butscha unabhängig und erfolgreich zu untersuchen“, sagte Bachelet. Sie forderte zudem die Entschädigungen und Wiedergutmachung für die Opfer und ihre Familien.

Update vom 4. April, 14.36 Uhr: Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow hat der russischen Armee das Massaker an Zivilisten in dem ukrainischen Ort Butscha vorgeworfen und mit Vergeltung gedroht. „So etwas Böses darf nicht ungestraft bleiben“, sagte er am Montag in Kiew. „Unsere Aufklärung identifiziert systematisch alle Eindringlinge und Mörder. Alle! Jeder wird zu seiner Zeit bekommen, was er „verdient“ hat“, hieß es in der auf Facebook veröffentlichten Mitteilung.  Resnikow verglich das Vorgehen der russischen Truppen mit dem der nationalsozialistischen Schutzstaffel in der Ukraine im Zweiten Weltkrieg. 

Butscha-Massaker: Ukraine will Folterkammer gefunden haben

Update vom 4. April, 14.12 Uhr:  Die ukrainische Armee hat in Butscha nach eigenen Angaben eine von russischen Soldaten benutzte Folterkammer mit den Leichen von fünf Zivilisten gefunden. Die Todesopfer seien nach vorne gebeugt, ihre Hände auf dem Rücken gefesselt gewesen, meldet die Agentur UNIAN. Unter anderem der italienischen Repubblica zufolge nutzten mutmaßlich russische Truppen den Keller eines örtlichen Kindersanatoriums namens „Radiant“.

Update vom 4. April, 13.47 Uhr: Der Kreml hat Vorwürfe gegenüber russischen Truppen vehement dementiert. „Wir weisen alle Anschuldigungen kategorisch zurück“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge. Zugleich warnte er internationale Politiker vor voreiligen Schuldzuweisungen. Es müssten alle Seiten gehört werden. 

Peskow stellte weiterhin die Echtheit der zahlreichen Aufnahmen der toten Zivilisten infrage: „Nach dem, was wir gesehen haben, ist dem Videomaterial in vielerlei Hinsicht nicht zu trauen, weil unsere Spezialisten aus dem Verteidigungsministerium dort Hinweise auf Videofälschungen und andere Fakes festgestellt haben.“

Internationale Medien haben diese russische Darstellung als „zynisch“ eingeordnet: Ein Überblick über Pressestimmen zu den Gräueln von Butscha.

Butscha-Massaker: Russland spricht von „Falschnachrichten“

Update vom 4. April, 13.05 Uhr: Russland geht mit markigen Worten gegen den Vorwurf eines Kriegsverbrechens in Butscha vor - und mit Ermittlungen wegen „Falschnachrichten“.

Russlands Chefermittler Alexander Bastrykin habe die russische Justiz angewiesen, die „Provokation vonseiten der Ukraine“ strafrechtlich zu bewerten, teilte das russische Ermittlungskomitee auf seinem Telegram-Kanal am Montag mit. Anfang März hatte die russische Staatsduma ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das „Falschnachrichten“ über Handlungen des russischen Militärs im Ausland unter Strafe stellt. Der stellvertretende russische UN-Botschafter Dmitri Poljanski erklärte, man wolle „die ukrainischen Provokateure und ihre Schutzpatrone im Westen entlarven“.

Die Ukraine macht Russland für das Massaker in Butscha verantwortlich. Russland wiederum behauptet, es handle sich bei den Meldungen um „eine gezielte Diskreditierung“ der russischen Streitkräfte. Russland bestreitet, dass sein Militär Zivilisten in Butscha in der Nähe von Kiew getötet und die Leichen auf den Straßen hinterlassen habe.

Eine Frau geht auf einer Straße in Butscha, die übersäht ist mit zerstörten russischen Militärfahrzeugen.
Nach dem Rückzug der russischen Armee bietet sich in Butscha ein Bild der Zerstörung. © Rodrigo Abd/dpa

Update vom 4. April, 12.32 Uhr: Als Reaktion auf das Massaker von Butscha planen die EU und die G7-Staaten neue Sanktionen gegen Russland. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck deutete an, dass die neuen Strafmaßnahmen noch diese Woche in Kraft treten. Einen sofortigen Stopp von Gas-, Öl- und Kohlelieferungen aus Russland lehnt die Bundesregierung am Montag aber weiterhin ab.

Das neue Sanktionspaket - inzwischen das fünfte - könne Maßnahmen umfassen „in der ganzen Bandbreite von persönlichen Sanktionen gegen weitere Menschen aus dem Putin-Regime über technische Güter“, sagte der Grünen-Politiker im ZDF. „Den Finanzmarkt werden wir uns auch noch einmal anschauen.“

Update vom 4. April, 9.55 Uhr: Die Zahl der Opfer in Butscha steigt auf mindestens 400. Das berichtete der amerikanische Fernsehsender CNN. Der ukrainische Innenminister Denys Monastyrskiy sprach im ukrainischen Fernsehen von Minen, die in der Region um Kiew herum platziert sind. Diese erschweren es den Helfern, die die Leichen bergen wollen. Die Angaben seien vorläufig und werden ergänzt werden müssen, sagte ein Berater des Innenministers.

Die Bild berichtete von Vitali und Wladimir Klitschko in Butscha. Beim Anblick der Leichen, welche in Butscha auf der Straße lagen, sagte Wladimir Klitschko: „Es ist ein Genozid an der ukrainischen Bevölkerung. Das sind Kriegsverbrechen“.

Butscha-Massaker: Satellitenbilder sollen Massengrad zeigen

Update vom 4. April, 9.10 Uhr: Satellitenbilder zeigen einen 14 Meter langen Graben bei einer Kirche in Butscha. Das berichtete unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Bei dem Graben könnte es sich um ein Massengrab handeln. Von ukrainischer Seite hieß es, dass dort zahlreiche Opfer der russischen Armee begraben sein sollen. Dem stellvertretenden Bürgermeister von Butscha, Taras Shapravskyi, zufolge, waren 50 der circa 300 Leichen, die in Butscha gefunden wurden, in außergerichtlichen Erschießungen von der russischen Armee ermordet worden.

Ein Satellitenbild, das am 3. April von Maxar Technologies veröffentlicht wurde soll ein Massengrab in Butscha zeigen.
Ein Satellitenbild, das am 3. April von Maxar Technologies veröffentlicht wurde soll ein Massengrab in Butscha zeigen. © Maxar Technologies/afp

Update vom 3. April, 19.10 Uhr: In einer Mitteilung hat das russische Verteidigungsministerium die Schuld für das Massaker an der Zivilbevölkerung in der ukrainischen Stadt Butscha von sich gewiesen. „In der Zeit, in der die Siedlung unter der Kontrolle der russischen Streitkräfte stand, hat kein einziger Einwohner unter irgendwelchen Gewalttaten gelitten“, hieß es darin. Die russischen Soldaten hätten den Kiewer Vorort bereits am vergangenen Mittwoch verlassen.

Die Behörde in Moskau deutete zudem an, dass die Aufnahmen gefälscht sein könnten – etwa weil einer der Menschen, die am Straßenrand liegen, in einer Videoaufnahme angeblich seine Hand bewegen soll. Das ist jedoch falsch. In dem entsprechenden Video ist keine Handbewegung zu sehen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich um Leichen, die dort liegen. Auch in weiteren Aufnahmen, die in derselben Straße unter anderem von Pressefotografen gemacht wurden, liegen die Leichen an exakt derselben Stelle.

Ukraine-Krieg: Entsetzen über Gräueltaten in Butscha – „Die Hölle des 21. Jahrhunderts“

Erstmeldung: Kiew - Es ist ein weiterer grausamer Höhepunkt seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts. Die Bilder aus Butscha sind erschütternd und verstörend. Die Vorstadt Kiews, 25 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt gelegen, war seit Beginn des russischen Angriffs vor mehr als fünf Wochen heftig umkämpft. Inzwischen hat sich die russische Armee aus dem Gebiet zurückgezogen – hinterließ allerdings ein Bild des Grauens. Leichen liegen mitten auf den Straßen, Wohnhäuser sind vollständig zerstört.

In Butscha wurden laut Angaben der ukrainischen Behörden fast 300 Leichen gefunden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, dass zahlreiche Tote zivile Kleidung getragen hätten. Sie sahen auf einer einzigen Straße in dem Vorort von Kiew mindestens 20 Leichen liegen. Mychajlo Podoljak, ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, teilte auf Twitter Bilder von erschossenen Männern. „Die Hölle des 21. Jahrhunderts“, schrieb er dazu.

„Alle diese Menschen wurden erschossen“, berichtete der Bürgermeister von Butscha, Anatoly Fedoruk. „Sie haben sie mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet.“ Es stünden Autos auf den Straßen, in denen „ganze Familien getötet wurden: Kinder, Frauen, Großmütter, Männer“. Nach Angaben des Bürgermeisters mussten 280 Menschen in Butscha in Massengräbern beigesetzt werden.

Gräueltaten in Butscha: Scholz fordert „schonungslose Aufklärung“ – Baerbock kündigt Sanktionen an

Das Entsetzen ist groß, weit über die Grenzen der Ukraine hinaus. „Das, was in Butscha und anderen Vororten von Kiew passiert ist, kann man nur als Völkermord bezeichnen“, sagte Vitali Klitschko – Bürgermeister von Kiew – der Bild. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sprach von einem „absichtlichen Massaker“ und forderte weitere Sanktionen. Die russischen Streitkräfte hätten „eine totale Katastrophe und zahlreiche Gefahren“ hinterlassen, schrieb Präsident Selenskyj bei Facebook. Er warnte vor vermintem Gebiet und weiteren Luftangriffen.

In Berlin machte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Moskau direkt für schwere Kriegsverbrechen verantwortlich. „Die Bilder aus Butscha erschüttern mich“, so der langjährige SPD-Außenminister. Zuvor hatte ihm der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, eine bedenkliche politische Nähe zu Russland vorgeworfen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verlangte am Sonntag in Berlin: „Diese Verbrechen des russischen Militärs müssen wir schonungslos aufklären.“

Außenministerin Annalena Baerbock bezeichnete die Bilder als „unerträglich“. Auf Twitter machte sie den russischen Präsidenten Wladimir Putin persönlich verantwortlich: „Putins hemmungslose Gewalt löscht unschuldige Familien aus und kennt keine Grenzen.“ Die Grünen-Politikerin fügte hinzu: „Die Verantwortlichen für diese Kriegsverbrechen müssen zur Rechenschaft gezogen werden.“ Sie kündigte härtere Sanktionen gegen Russland und weitere Hilfen für die Ukraine an.

Ukraine-Krieg: Russische Opposition spricht von „Völkermord“

US-Außenminister Antony Blinken zeigte sich ebenfalls entsetzt über die Gräueltaten. Als „einen Schlag in die Magengrube“ bezeichnete er die Bilder. „Das ist die Realität, die sich jeden Tag abspielt, solange Russlands Brutalität gegen die Ukraine anhält. Deshalb muss es ein Ende haben“, sagte Blinken dem Sender CNN. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte: „Es ist eine Brutalität gegen Zivilisten, wie wir sie in Europa seit Jahrzehnten nicht gesehen haben.“ Das unterstreiche die Notwendigkeit, dass der Ukraine-Krieg beendet werde und die Verantwortlichen für Gräueltaten zur Verantwortung gezogen würden.

Aus dem Kreml gab es zu den Vorwürfen in den ersten Stunden kein Wort – auch nicht vom russischen Verteidigungsministerium. Doch die russische Opposition sieht die Verantwortung ebenfalls bei Präsident Putin. „So sieht die von Putin arrangierte ‚Verteidigung der russischen Welt‘ aus“, meint die Sprecherin des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny, Kira Jarmysch. Was in Butscha geschehen sei, habe nichts mit Krieg zu tun. „Krieg bedeutet einen mehr oder weniger gleichberechtigten Kampf zwischen beiden Seiten – das aber ist Völkermord.“ (ph/dpa/afp)

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