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Themen der Gespräche zwischen den Staatspräsidenten von Russland und der Türkei, Putin und Erdogan, sollen Wirtschaftsprojekte sowie der Krieg in Syrien sein. Foto: Anatoly Maltsev/Archiv

Wirtschaftsprojekte und Syrien

Kremlchef Putin zu Gesprächen mit Erdogan in Istanbul

Istanbul -  Zwei machtbewusste Staatschefs haben wieder zueinander gefunden. Putin und Erdogan beraten in Istanbul über Wirtschaftsprojekte. Auch Syrien steht auf der Agenda - ob der russische und der türkische Präsident eine gemeinsame Sprache zum Konfliktthema finden?

Kremlchef Wladimir Putin und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wollen heute bei ihrem Treffen in Istanbul über die festgefahrene Lage im Bürgerkriegsland Syrien beraten. Zudem besprechen die beiden Staatschefs eine Reihe von wirtschaftlichen Themen.

In Syrien vertreten Russland und die Türkei verschiedene Positionen. Während die Türkei den Sturz von Machthaber Baschar al-Assad will, unterstützt Moskau das syrische Regime militärisch. Dennoch hatten Putin und Erdogan sich bei einem Telefonat am vergangenen Mittwoch nach Kreml-Angaben gemeinsam für einen friedlichen politischen Prozess in Syrien ausgesprochen.

Nachdem die Türkei im November 2015 im Grenzgebiet zu Syrien einen russischen Jet abgeschossen hatte, legte Russland die Beziehungen zur Türkei für Monate auf Eis. Erst im Juni näherten sich beide Seiten wieder an, im August folgte ein Treffen Putins und Erdogans in St. Petersburg. Beim jüngsten G20-Gipfel in China sprachen beide über eine vollständige Wiederaufnahme der bilateralen Beziehungen.

Da Russland und der Westen in der Syrien-Krise entgegengesetzte Positionen einnehmen, sind zuletzt zwei Resolutionen im UN-Sicherheitsrat gescheitert. Zunächst legte Russland bei der Sitzung in New York sein Veto gegen einen von Frankreich und Spanien eingebrachten Entwurf ein. Es war das fünfte Mal in fünf Jahren, dass Russland eine Syrien-Resolution im mächtigsten Gremium der Vereinten Nationen scheitern ließ. Kurz darauf erhielt ein von Russland eingebrachter Gegenentwurf nur vier Ja-Stimmen - deutlich weniger als die neun erforderlichen.

dpa

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