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Ende der Funkstille: Präsident Obama hat Kontakt zu Wladimir Putin aufgenommen.

Auch IS war Thema des Gesprächs

Putin ruft Obama wegen Ukraine-Krise an

Washington - Erstmals seit Februar beraten US-Präsident Obama und Kremlchef Putin über den Ukraine-Konflikt. Auch der Islamische Staat war ein Thema bei dem Telefonat.

In der Ukraine-Krise hat US-Präsident Barack Obama Kremlchef Wladimir Putin zu einem Abzug russischer Truppen und Kriegstechnik aus dem Kampfgebiet Donbass aufgefordert. Russland müsse die Bedingungen des Minsker Friedensplanes erfüllen, sagte Obama am Donnerstag (Ortszeit) in ihrem ersten Telefonat seit Februar.

Das Gespräch fand der Agentur Tass zufolge auf Initiative Putins statt. Russland besteht darauf, dass in der Ostukraine keine eigenen Soldaten für die moskautreuen Separatisten kämpfen.

Auch über den Vormarsch der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) im Nahen Osten und die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm sei gesprochen worden.

Putins Anruf erfolgte nur zwei Tage nachdem die USA angesichts der Ukraine-Krise angekündigt hatten, erstmals schweres Militärgerät in osteuropäische Nato-Staaten zu verlegen, die zu Zeiten des Kalten Krieges unter dem Einflussbereich Moskaus standen. Außerdem kündigte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Anfang der Woche an, dass die Militärallianz ihre Eingreiftruppe auf 30.000 bis 40.000 Soldaten erweitern will.

"Präsident Obama hat die Notwendigkeit betont, dass Russland seine im Minsker Ukraine-Abkommen eingegangenen Verpflichtungen einhält", erklärte das Weiße Haus. "Das beinhaltet den Rückzug aller russischen Soldaten und aller russischer Ausrüstung von ukrainischem Territorium." Der Westen wirft Moskau vor, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine mit Waffen und Truppen zu unterstützen. Dies hat Putin wiederholt zurückgewiesen.

Bei den Kämpfen im Osten der Ukraine wurden innerhalb von 15 Monaten mehr als 6500 Menschen getötet. Trotz eines im Abkommen von Minsk vereinbarten Waffenstillstandes kommt es weiter tagtäglich zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Separatisten.

AFP

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