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Putins innerster Kreis: Minister vergiftet? Ex-Oligarch heizt wildes Gerücht an

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Von: Cindy Boden

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Sind Putin und sein Verteidigungsminister nicht mehr auf einer Linie? Ein russisch-israelischer Unternehmer heizt Spekulationen wieder an.

Moskau - Was spielt sich während des Ukraine-Konflikts im engsten Kreis von Russlands Präsidenten Wladimir Putin ab? Darüber lässt sich weitgehend nur spekulieren. Auch über Putins angeblichen „Schilddrüsen-Krebs“ oder einen „Steroid-Wahn“ sind brisante Spekulationen im Umlauf. Außerdem im Fokus: Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu - eigentlich eine wichtige Stütze des Kreml-Chefs.

Doch schon in den letzten Wochen mehrten sich Berichte über das Verschwinden Schoigus. Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies dies Ende März zurück. „Ich möchte diesen Blödsinn nicht kommentieren, weil es eben Blödsinn ist, der auch von den Geheimdiensten der Ukraine verbreitet wird“, sagte Lawrow damals.

Wladimir Putin (l.), Präsident von Russland, und Sergej Schoigu, Verteidigungsminister von Russland (Archivbild)
Wladimir Putin (l.), Präsident von Russland, und Sergej Schoigu, Verteidigungsminister von Russland (Archivbild) © Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Putins Verteidigungsminister nach Herzinfarkt auf Intensivstation? Ex-Oligarch heizt Spekulationen an

Jetzt werden neue Behauptungen laut: Ein russisch-israelischer Unternehmer gibt an, der russische Verteidigungsminister habe einen Herzinfarkt erlitten - der seiner Meinung nach durch ein Verbrechen verursacht worden sei. Die Daily Mail zitiert dabei Leonid Newslin, einst einer der reichsten Männer Russlands. Newslin floh vor vielen Jahren im Streit aus Russland, um sich einer Verfolgung zu entziehen. Jetzt lebt er in Israel und stellte sich während des Ukraine-Kriegs schon offen gegen den „Psychopathen“ Putin.

Der russische Verteidigungsminister liege nun auf der Intensivstation, nachdem er „einen massiven Herzinfarkt“ erlitten haben soll, der „nicht auf natürliche Weise entstanden sein kann“, behauptete Newslin. Wurde der wichtige Mann ins Putins Reihen also eventuell Opfer eines Angriffs? Gibt es einen Riss zwischen dem Machthaber und den engsten Vertrauten? Bestätigen lassen sich diese Gerüchte zunächst nicht. Auch aus Russland gab es zunächst keine Angaben dazu.

Schoigu weiter an Putins Seite? Russland wies Gerüchte zuletzt zurück

Ende März wurden nach vielen Spekulationen über die lange Abwesenheit des russischen Verteidigungsministers Schoigu Bilder von ihm verbreitet. Dabei soll er eine Sitzung zum russischen Verteidigungsetat geleitet haben. Doch auch diese Bilder konnten nicht zur Beruhigung beitragen: Die Aufnahme war nicht datiert. Manche mutmaßten zu weiteren Aufnahmen, es könnte sich auch um alte Bilder gehandelt haben.

Zu solchen Mutmaßungen, der Verteidigungsminister trete wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr in der Öffentlichkeit auf, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bislang immer: „Der Verteidigungsminister hat im Moment viel zu tun.“ Inmitten des Konflikts in der Ukraine sei „nicht die Zeit für Medienauftritte“. (cibo)

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