+
Wladimir Putin.

Wiederaufbau für „gequälte Region“

Putin schlägt Marshall-Plan für Kriegsregion Nahost vor

Sotschi - Angesichts der Kriege in Syrien und im Irak hat Kremlchef Wladimir Putin einen Marshall-Plan für den Nahen Osten gefordert. 

„Die kolossale Zerstörung verlangt die Entwicklung eines langfristigen und komplexen Programms“, sagte der russische Präsident am Donnerstag im Schwarzmeerkurort Sotschi. „Wenn Sie so wollen, eine heutige Form eines „Marshall-Plans“ für eine Wiederbelebung dieser von Kriegen und Konflikten gequälten Region“, erklärte Putin bei einer Konferenz der Agentur Interfax zufolge.

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die USA den Wiederaufbau in Europa gefördert. Das Milliardenprogramm ging auf US-Außenminister George Marshall zurück, der dafür 1953 den Friedensnobelpreis erhielt.

Russland unterstützt die syrische Armee im Bürgerkrieg mit Luftangriffen, Kampfjets bombardieren seit 2015 fast täglich Ziele in dem Land. Nach russischer Darstellung geht das Militär gegen Rebellen vor. Der Westen wirft Moskau Angriffe auf Zivilisten vor.

Putin machte die USA für das Stocken des Friedensprozesses für Syrien verantwortlich. „Unsere persönlichen Absprachen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten (Barack Obama) haben nicht funktioniert“, sagte er. Eine von Russland und den USA im September ausgehandelte Waffenruhe war gescheitert.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei wählt Parlament und mächtigen Präsidenten
Istanbul - Fast eineinhalb Jahre früher als geplant werden in der Türkei der Präsident und ein neues Parlament gewählt. Knapp 60 Millionen Türken sind zur Stimmabgabe …
Türkei wählt Parlament und mächtigen Präsidenten
Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder mit Eltern vereint
Nach der Trennung von ihren Eltern im Zuge der sogenannten Null-Toleranz-Politik sind in den USA 522 Flüchtlingskinder wieder mit ihren Familien vereint worden.
Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder mit Eltern vereint
Anschlag auf Kundgebung in Äthiopien
Der neue Regierungschef von Äthiopien hat das bislang mit harter Hand regierte Land in nur wenigen Monaten aufgerüttelt. Seine Reformen finden viel Zuspruch. Doch bei …
Anschlag auf Kundgebung in Äthiopien
Eritreer (20) verletzt Notärztin schwer: Herrmann fordert „harte Strafe“
Ein junger Geflüchteter aus Eritrea griff vier Menschen in Ottobrunn an. Einer Notärztin wurden mehrere Zähne ausgeschlagen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann …
Eritreer (20) verletzt Notärztin schwer: Herrmann fordert „harte Strafe“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.