+
Mehdiu Abrichamtchi vom Nationalen Widerstandsrat Iran zeigt auf der Karte, wo sich die geheime Atomanlage befinden soll

Vor Atomstreit-Verhandlungen in Genf

Iran: Berichte über  geheime Atomanlage

Teheran/Moskau - Kurz vor der Fortsetzung der Gespräche der UN-Vetomächte über das iranische Atomprogramm, berichten Exiliraner von einer bislang unbekannten Atomanlage:  

Die iranische Regierung hat nach Angaben von Exiloppositionellen ein geheimes Tunnelsystem für sein umstrittenes Atomprogramm errichtet. Die international bislang unbekannte Anlage befinde sich auf einem Militärgelände in Nähe der Stadt Mobarakeh in der Provinz Isfahan, teilte der Nationale Widerstandsrat Iran NWRI am Montag in Paris unter Berufung auf regimeinterne Quellen mit. Sie trage den Code-Namen „012“ und umfasse einen 600 Meter langen Haupttunnel sowie mehrere bis zu 200 Meter lange Seitenstollen.

Zum genauen Verwendungszweck der Anlage machte der NWRI zunächst keine Angaben. Sie soll bereits zwischen 2005 bis 2009 gebaut worden sein. Als Betreiber wird die „Organisation für Verteidigung, Innovation und Forschung“ (SPND) genannt. Der NWRI bezeichnet diese Organisation als „Gehirn“ des iranischen Atomprogramms.

Putin glaubt an Wende im Atomstreit

Dessen ungeachtet sieht Russlands Präsident Wladimir Putin vor den neuen Gesprächen der UN-Vetomächte und Deutschland über das iranische Atomprogramm eine "echte Chance für eine Lösung des jahrelangen Problems".  Bei einem Telefonat mit seinem iranischen Kollegen Hassan Ruhani hätten beide Präsidenten die Arbeit internationaler Vermittler in dem Konflikt gewürdigt, teilte der Kreml am Montag in Moskau mit. Die letzten Verhandlungen in Genf waren am 10. November trotz Fortschritten ohne Einigung vertagt worden.

Der russische Chefdiplomat Sergej Lawrow zeigte sich bereit, die Gespräche wie zuletzt von der Referenten- auf die Außenministerebene zu heben, sollte sich eine Einigung abzeichnen. Der Iran sei deutlich schneller bereit, Fragen um sein Atomprogramm aufzuklären, als sich dies bisher abgezeichnet habe, sagte der Minister der Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“. Russland will wie der Westen verhindern, dass der Iran Atomwaffen baut.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hollande-Kritiker Hamon gegen Ex-Premier Valls
Paris - Bei der Abstimmung über die Präsidentschaftskandidatur von Frankreichs Sozialisten liegt der frühere Bildungsminister Benoît Hamon überraschend vorne.
Hollande-Kritiker Hamon gegen Ex-Premier Valls
Kollegen stürzen Hohlmeier
Straßburg – Bittere Stunde für Monika Hohlmeier im Europaparlament: Die Fachpolitiker der konservativen EVP-Fraktion haben die CSU-Abgeordnete als …
Kollegen stürzen Hohlmeier
Möglicher Komplize des Wiener Terrorverdächtigen in Neuss gefasst
Neuss - Planten sie einen Anschlag auf Bundeswehrziele? Nach der Verhaftung eines Terrorverdächtigen in Wien nimmt die Polizei in Nordrhein-Westfalen einen mutmaßlichen …
Möglicher Komplize des Wiener Terrorverdächtigen in Neuss gefasst
G20-Minister: Sparsamere Wassernutzung in der Landwirtschaft
Berlin - Die Grüne Woche ist nicht nur eine „Fress-Messe“. Parallel zum Treff der Agrarbranche beraten Minister über globale Ernährungssicherung. Und Tausende gehen in …
G20-Minister: Sparsamere Wassernutzung in der Landwirtschaft

Kommentare