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Sanktionen gegen Russland: Putin gibt „kolossale Menge an Schwierigkeiten“ zu

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Von: Patrick Freiwah

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Russlands Präsident Wladimir Putin und Kremlsprecher Dmitri Peskow (Archivbild)
Russlands Präsident Wladimir Putin und Kremlsprecher Dmitri Peskow (Archivbild). © Valery Sharifulin/Imago

Wladimir Putin hat offenbar keine genaue Vorstellung davon, wann der Ukraine-Krieg ein Ende findet. Er räumte jetzt aber Schwierigkeiten ein.

Moskau/Teheran - Verfolgt Russland im Ukraine-Konflikt einen zeitlichen Rahmen? Laut der politischen Führung in Moskau ist das nicht der Fall: „Das Wichtigste ist die Wirksamkeit der Umsetzung dieser Operation“, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem Interview mit dem iranischen Rundfunk. „Wenn alle Ziele in der Ukraine erreicht sind, werden die Kampfhandlungen eingestellt“, so Peskow.

Der 54-Jährige gab das Interview vor dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Iran. Russlands Präsident und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan treffen am Dienstag (19. Juli) in Teheran auf Präsident Ebrahim Raisi. Für den Gipfel sind offiziell Gespräche über eine Verbesserung der Lage im Bürgerkriegsland Syrien geplant.

Wie Kremlsprecher Peskow ausführte, geht es jedoch um eine ganze Reihe an Fragen der internationalen Politik. Die US-Regierung kommunizierte unter anderem Bedenken, dass Russland iranische Kampfdrohnen für die militärische Auseinandersetzung mit der Ukraine erwerben könnte.

Ukraine: Putin über westliche Sanktionen - „Kolossale Menge an Schwierigkeiten“

Wladimir Putin bezeichnete die westlichen Sanktionen gegen Russland als Herausforderung, zeigte sich jedoch optimistisch. „Es ist klar, dass dies eine große Herausforderung für unser Land ist, aber wir werden nicht nur nicht aufgeben“, sagte er gegenüber der Agentur Interfax. „Natürlich nicht, im Gegenteil: Während wir die kolossale Menge an Schwierigkeiten anerkennen, die vor uns stehen, werden wir intensiv und kompetent nach neuen Lösungen suchen.“

Das Moskauer Verteidigungsministerium bekräftigte unterdessen eine geplante Ausweitung von Angriffen in der Ukraine. Minister Sergej Schoigu habe die gezielte Zerstörung von ukrainischen Raketen und Artillerie angeordnet, die auch aus westlichen Lieferungen stammen. Der Sprecher des Ministeriums, Igor Konaschenkow, sagte, im östlichen Gebiet Donezk sei eine Gruppierung ausländischer Söldner angegriffen worden. Es seien bis zu 250 Kämpfer getötet worden. Zudem bestätigte er Angriffe auf das südliche Gebiet Mykolajiw. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.

Derweil verklagen russische Oligarchen Brüssel vor dem Europäischen Gerichtshof auf Schadenersatz in Millionen-Höhe. (PF/dpa)

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