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Nato-Manöver an der Ostsee in Polen.

Spannungen zwischen Russland und dem Westen

Putin wirft Nato zunehmende "aggressive Rhetorik" vor

Moskau - Vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen Russland und dem Westen hat der russische Präsident Wladimir Putin der Nato eine zunehmend aggressive Rhetorik vorgeworfen.

Putin sagte am Mittwoch vor den Abgeordneten der Duma in Moskau, die Militärallianz erhöhe ihre "aggressive Rhetorik und ihre aggressiven Aktionen in der Nähe unserer Grenzen". Im Gegenzug sei daher auch Russland gezwungen, seine Militärkapazitäten zu erhöhen.

Der russische Staatschef äußerte sich am 75. Jahrestag des Überfalls von Nazi-Deutschland auf die Sowjetunion und zog dabei Parallelen zur Geschichte, um die heutige Lage zu beschreiben. Der Westen weise Angebote aus Moskau zum gemeinsamen Kampf gegen den "internationalen Terrorismus" zurück - so wie er einst die Warnungen der Sowjetunion vor Adolf Hitler ignoriert habe. Nun werde versucht, Russland wegen der Ukraine-Krise zu isolieren.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen befinden sich seit der Aufnahme der ukrainischen Halbinsel Krim im Frühjahr 2014 in russisches Staatsgebiet auf einem neuen Tiefstand. Weil die baltischen Staaten und Polen eine weitere russische Expansion fürchten, rüstete die Nato an ihren Ostgrenzen auf. So beschloss die Allianz in der vergangenen Woche, ab 2017 vier Bataillone in den Baltenstaaten zu stationieren.

Mit Blick auf Großmanöver unter Teilnahme von Nato-Staaten hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Wochenende gewarnt, "durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen". Mit "symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze der Nato" dürften keine Vorwände für eine Konfrontation geliefert werden, sagte er. Beim Koalitionspartner Union löste Steinmeier damit heftige Kritik aus.

AFP

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