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Diese Zahlen veröffentlichte der Azubi schon um 16.30 Uhr.

Er muss mit hoher Strafe rechnen

Azubi (22) verrät Wahlergebnis bei Twitter

München - Dieser Tweet wird Peter F. teuer zu stehen kommen. Der Radio-Azubi zwitscherte bei Twitter die ersten Umfrage-Ergebnisse noch lange bevor die Wahllokale schlossen. Jetzt drohen Konsequenzen.

Ein paar Tage vor der Wahl warnte der Bundeswahlleiter noch, dass alle Ergebnisse von möglichen Wahlprognosen, die vor 18 Uhr veröffentlicht werden, richtig teuer werden. 50.000 Euro müssten Plappermäuler zahlen. Das blüht jetzt auch dem Münchner Peter F. (Name geändert), der bei einem großen Münchner Radiosender ausgebildet wird.

Er hatte schon um 16.30 Uhr die ersten Zahlen eines Umfrage-Institutes in die digitale Welt gezwitschert, die genau so um 18 Uhr veröffentlich wurden. So sagte er bereits 90 Minuten vor Schließung der Wahllokale den haushohen Sieg der Union und die bittere Pleite der FDP voraus. Das ist verboten, da er damit mögliche Spät-Wähler beeinflussen könnte.

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Andere Twitter-User machten ihn schnell darauf aufmerksam, dass ihn diese Aussage wohl teuer zu stehen kommen wird. Daraufhin löschte Peter F. seinen Tweet. Geholfen hat es nichts. Auch am Tag nach der Wahl kursieren immer noch Screenshots und Anspielungen auf seinen Fauxpas bei Twitter.

In einzelnen Gesprächen kann man immer noch nachvollziehen, wie  Peter F. versuchte, sich aus der Sache herauszureden. Angeblich habe jemand seinen Account gehackt, war zum Beispiel eine Begründung.

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Allerdings ist der Auszubildende des Radiosenders nicht der Einzige, der wahrscheinlich Post vom Bundeswahlleiter erhalten wird. Im Internetangebot des "Nordkuriers" habe am späten Sonntagnachmittag "für etwa 20 Minuten ein Live-Ticker-Beitrag" gestanden, der sich "auf Wahlprognosen zum Ausgang der Bundestagswahlen bezog", teilte die in Neubrandenburg erscheinende Zeitung am Montag mit. Die Ursache dafür werde "augenblicklich noch ermittelt". Der Verlag entschuldigte sich öffentlich für den Vorgang.

Jubel und Entsetzen: Die Bundestagswahl 2013

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AFP/ms/pie

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